Die Pferdeaktinie ist perfekt an die schwierigen Lebensbedingungen in der Gezeitenzone angepasst – bis zu 60 Jahre lang kann sie dort überleben.
Wenn sie ihre Tentakel einzieht, kann sie dank ihrem wasserspeichernden Schleim den Trockenphasen während der Ebbe problemlos standhalten.
Dabei sieht sie ein bisschen aus wie eine kleine Tomate.
Etwaige Regenfälle, also Süßwasser, können ihr übrigens auch rein gar nichts anhaben.
Sie ernährt sich von kleinen Fischen, Krebsen und Weichtieren.


Die Pferdeaktinie ist eigentlich nicht zu übersehen.
Knallrot und mit einer Krone aus Tentakeln.
Sie wird bis zu 6 cm groß und sitzt mit einer Haftscheibe fest am Grund.
Ihr Haupt zieren 192 Tentakel, die bis zu 2 cm lang werden können.
Breitwarzige Fadenschnecke
Am Rand ihrer Tentakelkrone besitzt die Pferdeaktinie sogenannte Randsäckchen, die blau-violett sind und stark nesseln können. Also nicht anfassen!
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1. Tentakelkrone
2. Haftscheibe
Wer die Pferdeaktinien finden will, sollte in der unteren Gezeitenzone in Felsnischen, Spalten und Höhlen suchen – vereinzelt kann man sie auch der Sonne ausgesetzt finden.
Übrigens, der deutsche Trivialname ist auf den Erstbeschreiber Linnaeus zurückzuführen, der dieses Tier mit dem nicht erigierten Penis eines Menschen oder Hauspferdes verglichen hat.
Manchmal will man wirklich nicht wissen was in den Köpfen der Leute vor sich geht...

Pic: Felician Hosp, Sabine Probst
Text: Carolina Leiter, Pia Balaka
Illustration: Dive Dict