Ganz viel Sonne und seichtes Wasser – sonnige Felsböden findet man an felsigen, der Sonne ausgesetzten Küsten.
Weltweit sind nur wenige Bereich der Meere flach genug, sodass Sonnenlicht bis zumGrund gelangt. Wiederum noch weniger Fläche ist wirklich starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt.

Steinige, harte Meeresböden mit ganz viel Sonneneinstrahlung - sonnige Felsböden sind der beliebteste Lebensraum für Algen. Sie lieben Wärme und Sonne und überwuchern blitzschnell jeden freien Millimeter am festen Untergrund.
Vergleicht man diesen Lebensraum mit den dunklen, kargen Tiefen der Ozeane, so erkennt man, dass der sonnenexponierte Felsgrund ein höchst produktives Habitat ist. Hoher Licht-, Gras- und Nährstoffaustausch bieten hervorragende Bedingungen für den Algenbewuchs – die Nahrungsgrundlage für die meisten Lebewesen.
Viele Arten der Braunalge können bei guten Wachstumsbedingungen meterhoch werden.
Sie bilden eine stabile Struktur für Einzeller und weitere Algen, die darauf festwachsen. Viele Tiere nutzen die Algen, um sich weit in das Wasser zu strecken, um Partikel und Plankton zu fangen.
Auch schnellwüchsige Arten von Braun- und Grünalgen kommen vereinzelt zwischen den stabilen Braunalgenarten vor. Sie alle sind eine enorm wichtige Nahrungsquelle für Fische und wirbellose Tiere - sie futtern sich auf Algenwiesen satt wie Kühe auf der Weide.
Allerdings gibt es auch Fischgattungen, die in Schwärmen über die Algengärten herfallen und sie nahezu karg und verwüstet zurücklassen.
Wie es die Natur so vorsieht, dienen die Fische, Krebse und Weichtiere, die sich von Algen ernähren, selbst als Nahrung für die größeren und stärkeren Bewohner dieses Habitats.
Gegen den üppigen Algenbewuchs kommen kaum Lebewesen an, um sich ein wenig Platz zu sichern. Allerdings gibt es unter den an Steinen festgewachsenen Tieren einige Ausnahmen: Seeanemonen, Korallen und Schwämme haben in ihren Körpern eigene, mikroskopisch kleine Algen, mit Hilfe derer sie sich Energie “dazuverdienen” können.
So wie mein Bruder, der schattige Felsboden, bestehe ich aus großen oder kleinen Felsformationen, die fix mit dem Meeresgrund verbunden sind. Strömung, Wellen oder Fischernetze bringen mich nicht so schnell aus der Fassung. Mich gibt es schon seit langer Zeit und vermutlich überlebe ich auch das Ende der Menschheit.
Text: Carolina Leiter