Du bist was du isst: Je nachdem, wie die Algen gefärbt sind, die sie abweidet, ist ihr Gehäuse anders gefärbt. Dadurch kann sie grün, grau, braun oder rot sein.
Allerdings sieht man diese Färbung oft nicht, weil das Gehäuse von Moostierchen, Algen und Hydrozoen überwachsen ist.

Gemeine Seeohren haben noch die ursprünglichen Merkmale von fossilen Meeresschnecken.
Nämlich 5 bis 7 kleine Siphone am äußeren Rand der Schale, durch die die Schnecke verbrauchtes Atemwasser hinaus leitet.
Wie der Name schon sagt, ist ihr Gehäuse ohrenförmig und flach mit Windungen, die schnell an Größe zunehmen. Die Innenseite ist mit wunderschön glänzendem Perlmutt überzogen.
Im Kontrast dazu ist der Körper der Schnecke pechschwarz mit zahlreiche tentakelartigen Ausstülpungen. Bis zu 10 cm kann ihr Gehäuse lang werden, aber meistens findet man deutlich kleinere Exemplare.
Krebstiere, Seevögel, räuberische Fische, Kopffüßer
Das Gemeine Seeohr ist weder gefährlich noch giftig.
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1. Tentakelige Ausstülpungen
2. Siphone
3. Fühler
Tatsächlich werden bei dieser Art die Männchen früher zum erwachsenen Tier als die Weibchen.
Schon 12 Stunden nach der Befruchtung der Eier bilden sich freischwimmenden Larven, die sich dann in die fertige Schnecke umwandeln.
Das Gemeine Seeohr treibt sich gerne auf hartem Grund im flachen Wasser herum, wo es sich mit seinem kräftigen Fuß auf dem Grund festsaugt.
Gerne sucht es sich auch ein Plätzchen unter Felsen und Steinchen.
Text: Carolina Leiter, Pia Balaka
Pic: Felician Hosp, Sabine Probst
Illustration: Dive Dict