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Wer Kleine Seespinnen entdecken will, muss schon etwas genauer hinsehen, denn sie sind Meister im Tarnen. Sie befestigen Fremdkörper an den Widerhäkchen auf ihrem Körper und scheinen somit ihre Körperform aufzulösen und werden eins mit ihrer Umgebung. (Erinnert ein bisschen an Stiefelriemen-Bill auf der Flying Dutchman in Fluch der Karibik).

Lebensraum


Besondere Merkmale

Wer Kleine Seespinnen entdecken will, muss schon etwas genauer hinsehen, denn sie sind Meister im Tarnen.

 
Sie befestigen Fremdkörper an den Widerhäkchen auf ihrem Körper und scheinen somit ihre Körperform aufzulösen und werden eins mit ihrer Umgebung. (Erinnert ein bisschen an Stiefelriemen-Bill auf der Flying Dutchman in Fluch der Karibik). 


Wenn ihnen danach ist, dann nutzen sie die Algen und Tiere, die dann auf ihnen wachsen und leben, auch gleich als Nahrungsquelle. 

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Erscheinungsbild

Wie der Name schon vermuten lässt, erkennt man Seespinnen an ihren langen, spinnenartigen Beinchen. Außerdem unterscheidet sie sich von anderen Krabben auch durch ihren eher dreieckigen Körper, der länger ist als breit. 
Ihre Grundfarbe ist bräunlich bis sandfarben. 


Ihr ganzer Körper ist von gelben Borsten übersät, woran sie alles mögliche an Algen, Schwämmen, Seescheiden oder sogar Steine festhakt. 


Nach der letzten Häutung in ihrem Lebenszyklus kann man die Geschlechter eindeutig voneinander unterscheiden: die Scheren der Männchen sind dann nämlich deutlich größer, als die der Weibchen.

Im Vergleich zu anderen Arten sind ihre Scheren klein, aber dennoch kraftvoll.


Natürliche Feinde


Gefährlich/Giftig

Wenn sie sich bedroht fühlen, können sich Seespinnen aggressiv verhalten, sie sind aber keineswegs giftig.


Skizze

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1. Dreieckiger Körper

2. Kleine Scheren 


Pro Tipps

Ihre hervorragende Tarnung dient zum Schutz vor Feinden. Sie wird durch ihren Bewuchs für die meisten Fressfeinde wahrlich ungenießbar.

Wenn sie ihr Zuhause wechseln, dann ändert sich auch ihre Tarnung. 


Interessanterweise überziehen sie sich manchmal mit leuchtend bunten Seescheiden.

So ist sie zwar nicht unbedingt unauffällig getarnt, aber so versteckt sie ihre Krebsgestalt am Besten und kann sich besser an Beute heranschleichen. 


Ab und an kommt die Zeit, in der sich die Seespinne von ihrem Tarnkleid trennen muss, um zu wachsen. Dass man dieses Prozedere beobachten kann, passiert allerdings selten.

Die Tiere sind zu diesem Zeitpunkt nämlich am verwundbarsten und verstecken sich für ihren Häutungsprozess deshalb in Höhlen oder vollbringen ihn im Schutz der Nacht. 


Während der Paarungszeit kann man die Weibchen leicht an ihrem breiten, abgerundeten Hinterleib mit den blauschwarzen Eiern von den Männchen unterscheiden. 


Text: Carolina Leiter, Felician Hosp, Pia Balaka

Pic: Felician Hosp, Sabine Probst

Illustration: Dive Dict


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