Besonderheiten

Der Gewöhnliche Krake ist eines der intelligentesten Tiere der Welt. Die Fähigkeit des Krakenhirns, sich beim Erleben und Lernen neuer Dinge zu verändern und anzupassen (Plastizität) sowie seine Neuronenanzahl (500 Millionen), gleicht den Hirnstrukturen von Säugetieren.

 

Auch ihre Fähigkeit, Körperteile nachzubilden und ihre Körpermuster und -farbe blitzschnell zu ändern, machen sie zu einem beliebten Forschungsobjekt der Neurowissenschaften, Kognitionsforschung und Entwicklungsbiologie.

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Erscheinungsbild

Der Gewöhnliche Krake ist ein regelrechter Tarnmeister!

Er kann nämlich seine Farbe und Musterung blitzschnell ändern.

Von weißlich-grau, sandfarben, hell- bis dunkelbraun mit Marmorierung, je nachdem, in welchem Habitat er sich gerade rumtreibt oder in welchem Gemütszustand er sich befindet.

Sogar im Schlaf kann er sie ändern, ob er vielleicht träumt? 


Seine 8 Kopfarme, in denen sich übrigens seine Sinneszellen befinden, sind an der Unterseite mit zwei im zick-zack verlaufenden Reihen aus Saugnäpfen versehen.

Wenn er seine Muskeln anspannt, erscheint die Oberseite glatt, wenn er faul alles lockerlässt, ist er eher runzelig und knorpelig.

Wenn er alle 8te von sich streckt, dann kommt er auf eine Spannweite von höchstens 2 m, die meisten Exemplare jedoch auf 1 m.

 

Obwohl man das auf seinem sack-förmigen Körper nicht gleich erkennt, besitzt er einen Schnabel, mit dem er hartschalige Tiere knacken kann. 


Natürliche Feinde

Räuberische Fische und Haie


Gefährlich/Giftig

Bevor er sich seine Happen zu Gemüte führt, betäubt er sie mit dem Gift in seinem Schnabel. 


Falls er sich mal in einen Menschen verbeißen sollte, dann führt sein Gift zu lang anhaltenden Entzündungen.


Skizze

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1. Kopfarme mit Saugnäpfen 

2. Sack-förmiger Körper


Pro Tipps

Die Biografie einer jeden Krakendame ist äußerst dramatisch und verlangt eigentlich nach einem rettenden Krakenhelden. Allerdings schrieb Mutter Natur ein anderes Drehbuch.

Im letzten Monat ihres nur 2 Jahre kurzen Lebens legen die Weibchen hunderttausende Eier in einer Höhle ab und bewachen deren Eingang, bis die Jungtiere schlüpfen. Dabei nehmen sie so gut wie keine Nahrung zu sich und verhungern. 


Was sein Zuhause angeht, ist er überhaupt nicht wählerisch, er haust überall.

Wenn er dann aber einmal eine Höhle als die Seine auswählt, dekoriert er sie liebevoll mit leeren Muschelschalen. 


Über den Sommer treibt er sich meistens zwischen 1-25 m in Felsspalten und Höhlen rum und im Winter meist etwas tiefer im Sandboden. Allerdings besteht auch hin und wieder die Chance, ein wanderndes Exemplar im seichten Wasser in Küstennähe zu entdecken. 


Sein Lieblingsgericht ist alles, was er finden kann, aber meistens landen Krebstiere und Weichtiere auf seinem Teller, die er in der Dämmerung erlegt. 


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Text: Carolina Leiter, Felician Hosp, Pia Balaka

Pic: Felician Hosp, Sabine Probst

Illustration: Dive Dict


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