Exemplare beider Geschlechter tragen beidseitig einen dunklen Fleck auf der Schwanzwurzel. Seine Flossen trägt er in zartgelb mit blauen Spitzen.
Der Pfauenlippfisch kann stolz von sich behaupten, der Größte seiner Artgenossen zu sein. Außerdem kann er sich mit einer Lebenserwartung von 14 Jahren auch als Großvater unter seinesgleichen sehen.
Um bei Kräften zu bleiben, verspeist er Seeigel, Schlangensterne (Ophiuroiden), Muscheln, Garnelen und Krebse.

Sein Schuppenkleid ziert sich mit schimmerndem Silber, zwei bis drei bräunlichen Längsstreifen vom Kopf bis zur Schwanzflosse und einer etwas dunkel gefärbten Gesichtsmaske.
Zur Laichzeit erstrahlen vor allem seine Flossen in einem intensiven blau-grün mit hellblauen Tupfen und seine Längsstreifen färben sich auffällig rot.
Dieser bunte Artgenosse zieht meist alleine oder in kleinen Gruppen durch die Gewässer.
Räuberische Fische
Diese Art ist weder gefährlich noch giftig.

1. Dunkle Gesichtsmaske
2. Dunklblauer Fleck an der Schwanzwurzel
Die großen Exemplare dieser Art sind eher Einzelgänger, sonst sind sie eigentlich sehr gesellige Kameraden. Besonders interessante Verhaltensmuster weisen sie bei ihren Fortpflanzungsstrategien auf, davon pflegen sie nämlich 4 verschiedene.
1: Sie bauen ein einziges Laichnest aus Algen, welches sie während der gesamten Fortpflanzungszeit (April-Juni) bewachen.
2: Die Strategie der lauernden Männchen ist besonders hinterlistig: Männchen warten in der Nähe fremder Nester, bis die Eier abgelegt werden und befruchten sie dort.
3: Die kleineren Männchen dieser Art “fangen” vorbeischwimmende Weibchen ab und paaren sich mit ihnen. Die abgelegten Eier werden dann allerdings nicht bewacht.
4: Die größten Männchen verjagen die Bewacher aus ihren Nestern, fressen die dort abgelegten Eier und laichen dann mit ihren Weibchen in den fremden Nestern ab. Die Überwachung der Eier darf dann wieder der ursprüngliche Nestbesitzer übernehmen.




Text: Carolina Leiter
Pic: Dive Dict
Illustration: Dive Dict