Meerjunker wechseln im Laufe ihres Lebens ihr Geschlecht von weiblich auf männlich und werden dabei farbenprächtiger.
Wenn sie bedroht werden und die Flucht ergreifen müssen können sie sich bis zu 5 cm tief ins Sediment eingraben.
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Der Meerjunker hat einen länglichen, torpedoförmigen Körper.
Wie schon beschrieben, beginnen die Tiere ihr Leben als Weibchen, die eine unscheinbare Färbung. Diese ist rötlich-braun mit einer gelben Linie entlang der Seite sowie einem weißen Bauch.
Die Männchen, die sich aus den Weibchen entwickelt haben, sind extrem farbenprächtig.
Sie sind am Rücken grün, seitlich haben sie ein oranges Zickzackband mit einem länglichen, schwarzen Fleck. Generell kann die Färbung und die Körperform innerhalb der Art stark variieren.
Zahnbrasse (Dentex dentex)
Meerjunker sind weder gefährlich noch giftig.

1. Schwarzer, keilförmiger Fleck
2. Orangefarbenes Zickzackband, blau gesäumt
Diese Fische sind sehr neugierig und nähern sich einem langsam an, wenn man ruhig bleibt.
Meerjunker sehen überdurchschnittlich gut, denn er frisst alles und jeden, der ihm in den Weg kommt. Darunter sind Schnecken, Krebse, Muscheln, kleine Fische, Vielborster, Stachelhäuter, Asseln und Algen. Tagsüber jagt er und in der Nacht vergräbt er sich im Sand, um zu schlafen.
Kalte Temperaturen und Dunkelheit können dieses Schlafverhalten auslösen, weshalb er sich im Winter meistens vergräbt. Dabei zieht er sich in tiefere Gebiete zurück. Junge Meerjunker betätigen sich manchmal auch als Putzerfische.
Die bunten Männchen zeigen ein starkes Imponier- und Territorialverhalten. Mitte Juli ist dieses aggressive Verhalten am stärksten.
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Text: Carolina Leiter, Felician Hosp, Pia Balaka
Pic: Felician Hosp, Sabine Probst
Illustration: Dive Dict