Für eine Vielzahl an Tieren, die gegen die Nesseln der Wachsrose immun sind, bietet sie Schutz und Zuhause.
Dazu gehören Schwebegarnelen (Leptomysis mediterranea), Anemonen-Seespinnen (Inachus phalangium) und Anemonengrundeln (Gobius bucchichii).

Wachsrosen sind 20 cm große Anemonen, die 384 Tentakeln zu je 15 cm besitzen.
Ihre Körperfärbung ist sehr variabel: Manchmal sind ihre Tentakeln durch symbiotische Algen grünlich oder rosa gefärbt und die Spitzen violett.
In tieferen Bereichen, wo sie nicht in Symbiose leben, sind sie einheitlich grau. Dank ihrer Fußscheibe sind sie fest mit dem Boden verankert.
Breitwarzige Fadenschnecke, Neapel-Fadenschnecke
Bei Kontakt können die Wachsrosen sehr stark nesseln – sie gehören nicht umsonst zu den Nesseltieren.
Die Tentakel können zudem leicht abreißen und so zu umso stärkeren Vernesselungen führen.
Also nicht anfassen!

1. Rosa bis violette Spitzen
Wachsrosen bilden Kolonien, die in geschützten Buchten und Häfen einige Quadratmeter groß werden können.
Sie halten sogar stark verschmutztes Wasser gut aus.
Besonders gerne wächst sie auf sonnigem Felsboden und ist daher meistens im flachen, küstennahen Wasser zu finden.
Wenn man auf sie trifft lohnt es sich einen ganz genauen Blick in ihr Zentrum zu werfen. Genau dort leben die Spezies die vorhin erwähnt wurden. Unserer Erfahrung nach sieht man diese am besten unter dem Schein einer Tauchlampfe
Sie sitzt festgewachsen und wartet, dass sie mit ihren Tentakeln vorbei schwimmende Beute, die aus kleinen Fischen, Weichtieren und Krebsen besteht, (mit ihren Nesseln) lähmen und verspeisen kann.
In den Gebieten, in denen die Wachsrosen Heimat finden, ist ihre Nahrung oft mit Schadstoffen angereichert. Ihr gelingt es aber, diese toxischen Spurenelemente auszuscheiden oder unschädlich zu machen und in ihren eigenen Körper zu integrieren.

Text: Carolina Leiter
Illustration: Dive Dict
Pic: Felician Hosp, Sabine Probst