Für uns Menschen hat ihr Muster fast schon eine leicht hypnotische Wirkung.
Ob es auf ihre Beute auch so wirkt ist allerdings nicht wirklich feststellbar.

Sie vergräbt sich gerne tief im Sediment, so dass nur ihr purpurfarbener Mund und die sich darum ausbreitenden gräulichen Tentakel mit violetten Spitzen sichtbar sind.
Dafür können die Tentakel stolze 30 cm lang werden und werden mit einem Mundscheibendurchmesser von 12 cm kann sie ein ganz schönes Großmaul werden.
Die Färbung ihrer Tentakel hängt übrigens von der Menge an symbiotischen Algen ab.
Das bedeutet, dass sie im algenreichen Flachwasser dunkler gefärbt ist, als im tieferen, algenarmen Wasser, wo sie sich eher heller schmückt.
Keine
Rund um ihren purpurfarbenen Mund herum besitzt sie zahlreiche giftige Fadenkapseln, die sie zum Fangen von Nahrung verwendet.

1. Mundöffnung
2. Tentakel mit dunklen Enden
Schrimp-Hotel: Ihre Tentakel bieten wegen ihrer Musterung den perfekten Rückzugsort für Garnelen (besonders häufig: Periclimenes scriptus).
Interessanterweise haben diese Schrimps aber keinen natürlichen Schutz vor den Giftkapseln der Anemone, den müssen sie erst lernen.
Und das dauert, denn sie müssen so oft mit der Anemone interagieren, dass diese sie nicht mehr als etwas Fremdes oder gar als Nahrungsquelle ansieht, sondern als freundlichen Mitbewohner.
Wenn ein Schrimp das erreicht hat, kann er es sich ohne Probleme auf der Anemone gemütlich machen. Bewegt er sich allerdings für längere Zeit von ihr weg und will dann doch wieder zurück in ihre Tentakelkrone, dann muss er den ganzen Prozess nochmals durchmachen.



Text: Carolina Leiter
Illustration: Dive Dict
Pic: Felician Hosp