Gemeiner Kalmar
Schönheit trügt: Tagsüber ruhen diese schönen Tiere genüsslich im Sediment vergraben vor sich hin, in der Nacht verwandeln sie sich zu hinterlistigen Räubern.
Sie pirschen sich an ihre Beute an und attackieren sie aus dem Hinterhalt.


Die Gewöhnliche Sepia sieht aus wie ein Football, nur mit großen Augen und Armen im Gesicht.
Acht ihr besaugnapften Ärmchen gibt er immer zum Besten, weitere zwei bekommt man nur beim Jagen zu Gesicht.
Dann streckt sie sie nämlich ruckartig nach vorne und fängt seine Beute.
Ihr Körper wird von einem kalkigen sogenannten Schulp gestützt, mit dem er sich fortbewegt.
Weil vorhin schon die Rede von Schönheit war: seine Körperoberseite ist oft wunderbar gemustert.
Die Grundfärbung ist hell sandfarben bis dunkler rötlich braun und sie kann je nach Lust und Laune oder Untergrund ihre Farbe in Sekundenschnelle ändern.
Haie, Delfine, Robben, Raubfische, andere Kopffüßer
Die Gewöhnliche Sepia besitzt ein Nervengift im Speichel seines Schnabels, das auch beim Menschen zu Verletzungen führen kann.
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1. Tentakel
2. Gemusterter Manel
Vor allem während der Balzzeit schmücken sich die Männchen mit dominanten Zebra-Mustern, um die Weibchen zu beeindrucken.
Andere Männchen wiederum versuchen die Weibchen auszutricksen: sie tarnen sich als eine von ihnen und mischen sich inkognito unter sie.
Die schwarzen, oval-förmigen Eier legen sie dann auf hartem Sediment oder auch Seegras (Posidonia) ab und ziehen weiter, ohne ihr Gelege jemals zu bewachen.
Während der Balzzeit halten sie sich gerne nahe der Küste auf, weshalb auch wir Taucher oftmals das Glück haben, sie mit ihren schönsten Mustern zu sehen.
Außerdem können junge Sepien gar nicht tiefer als 80 m schwimmen, weil sie dem Wasserdruck dann nicht mehr standhalten können.
Die Großmütter und -väter allerdings treiben sich schon mal in 100 bis 200 Metern rum und können enorm weite Strecken zurücklegen.



Text: Carolina Leiter, Felician Hosp, Pia Balaka
Pic: Felician Hosp, Sabine Probst
Illustration: Dive Dict