Die Ringelbrasse ist die kleinste der Meerbrassen und hat ihren Artnamen aus dem Lateinischen „annulus", was „Ring" bedeutet.
Auf dem langen Schwanzstiel befindet sich nämlich ein breiter schwarzer Fleck, der es so aussehen lässt, als wäre das Tier hier abgeschnürt.
Die Bandbrasse hat dieses Merkmal auch, jedoch ist die Ringelbrasse im Gegensatz zu ihr meist leicht gelb gefärbt und ihre Bauch- und Analflossen sind immer gelb bis orange.

Ringelbrassen haben einen ovalen Körper, der seitlich abgeflacht ist, und einen langen Schwanzstiel mit einem schwarzem Fleck.
Sie sind bedeckt von großen, schimmernden Schuppen. Die Rückenflosse ist dank den spitzen Stachelstrahlen stark gezackt.
Das ebenso spitze Maul ist mit kleinen Zähnen besetzt. Diese Art ist mit einer maximalen Körperlänge von 28 cm, wird meistens nur 13 cm lang.
Räuberische Fische
Die Ringelbrasse ist weder gefährlich noch giftig.

1. Schwarzer, ring-förmiger Fleck
Die Ringelbrasse findet man in kleinen Gruppen über verschiedensten Meeresböden, bevorzugt jedoch auf Seegraswiesen.
Obwohl sie oft an den Küstenlinien des Mittelmeeres anzufinden ist, sind sie sehr scheu und neigen dazu, Taucher und Boote zu meiden.
Eine Besonderheit dieser Art ist, dass selbst die Larven bereits den charakteristischen schwarzen Punkt auf dem Schwanzflossenstiel zeigen. Erwachsene Ringelbrassen sind fleischfresser und verspeisen am liebsten kleine Wirbellose wie Krebse, Würmer, Stachelhäuter und Schnecken. Diese haben oft harte Schalen. Daher hat Ringelbrasse sehr starke Kiefer, um diese zerkauen zu können.
Die Fortpflanzungszeit ist abhängig von der Wassertemperatur: je wärmer, desto besser, da sich so die Larven besser entwickeln. Da das regional sehr unterschiedlich sein kann, sind auch die Laichzeiten je nach Ort zu einer anderen Zeit. Sobald die Tiere ein Jahr alt und ca. 10 cm lang sind, sind sie geschlechtsreif. Ringelbrassen sind entweder männlich oder weiblich.
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Text: Carolina Leiter
Pic: Dive Dict
Illustration: Dive Dict