
Der Tauchplatz ist mit dem Boot erreichbar.
April-Oktober
Sporttauchausrüstung, Tech-Ausrüstung, Tauchlampe
Stolz segelte die Josephine unter österreichischer Flagge.
Als Teil der Unione Austriaca war sie darauf ausgerichtet, Passagiere heil und zufrieden von Triest nach Messina, Neapel oder sogar bis nach New York zu schippern.
Ihr Untergang am 17. November 1915 sei ihrem Kapitän zuzuschreiben, der die Entfernung zum Minenfeld verkalkuliert habe.
Die zerstörende Kraft traf sie in der Mitte des Bugs, innerhalb von wenigen Minuten versank sie in den Wellen.
Heute ruht sie in 40 m Tiefe und die Gezeiten haben ihr eigentliches Erscheinungsbild schon ziemlich verändert.
Aber eigentlich kann von “ruhen” nicht die Rede sein.
Nicht nur rund um das Wrack, sondern vor allem innen beherbergt sie jede Menge neues Leben.
Über das Deck kann man die Josephine an mehreren Stellen penetrieren.
Es lohnt sich, auf die Wände und Querstreben etwas genauer hinzusehen, manche Schwämme fangen beim zweiten Blick an, sich zu bewegen, weil sich darunter eine Wollkrabbe versteckt.
Die besonders schönen Wächter dieses Wracks sind Dunkle Gabeldorsche, sie scheinen eins zu sein mit den schattigen Winkeln des Schiffes.
Da kann es schon mal passieren, dass so ein Wächter aus dem nichts vor eurer Maske auftaucht und er so nahe kommt, als wollte er schmusen (zumindest ist es uns so passiert).
Nachdem es aus irgendwelchen Gründen um die Josephine so gut wie nie starke Strömungen gibt, ist meterweite Sicht vorprogrammiert.
Text: Carolina Leiter
Illustration: Sabine Probst
Pic: Felician Hosp