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Nein, der Gabeldorsch hat seinen Namen nicht von Feinschmeckern bekommen, denen er als Gaumenfreude auf der Gabel landete. Ein Blick auf seine Barteln reicht und man wird eines besseren belehrt. Sie sind nämlich an den Enden eindeutig gegabelt, was man sonst bei keinem Tier so sieht.

Besondere Merkmale

Nein, der Gabeldorsch hat seinen Namen nicht von Feinschmeckern bekommen, denen er als Gaumenfreude auf der Gabel landete. 


Ein Blick auf seine Barteln reicht und man wird eines besseren belehrt. Sie sind nämlich an den Enden eindeutig gegabelt, was man sonst bei keinem Tier so sieht. 


Der englische Trivialname “Forkbeard” spricht für sich selbst.

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Erscheinungsbild

In dunkelbraun, ab und an blaulila schimmernd, gleitet er mit anmutigen Wellenbewegungen durch die Tiefen. Manche Exemplare sind mit dezenten, dunkleren Flecken verziert.

 

Eine erste kleine und eine lange zweite Rückenflosse verlaufen elegant seinen Körper bis zur dreieckigen Afterflosse.

Auch die Bauchflossen verlaufen durchgehend in einer Wellenform.

Wer genauer hinsieht, erkennt, dass auch deren Spitzen gegabelt und oft weiß verziert sind.


An seinem Unterkiefer, das meist heller gefärbt ist als der Rest, hat er immer genau ein langes Härchen (sozusagen ein Fisch-Schnauzer).


Das erwachsene Tier kann zwischen 25 und 65 cm groß werden. 


Natürliche Feinde

Haie, räuberische Fische


Gefährlich/Giftig

Der Dunkle Gabeldorsch ist weder gefährlich noch giftig.


Skizze

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1. Erste, kleine Rückenflosse

2. Fisch-Schneuzer

3. Barteln 


Pro Tipps

Diesem ruhigen Tiefseewächter begegnet man meistens erst ab 20 m, wo er sich unter Tags gänzlich in Höhlen und Felsspalten zurückzieht. 

 

Mit der Dämmerung begibt er sich auf Raubzug nach kleineren Fischen und wirbellosen Tieren.

Seine gegabelten Barteln sind mit Millionen Sinneszellen versehen, mit dem er auch im Weichboden seine Beute aufspüren kann. 

 

Er lässt sich Tauchern nur selten blicken, mit seiner dunklen Färbung ist er schließlich sowohl unter Felsen als auch in der Nacht perfekt getarnt und kann seine Bahnen unbemerkt durch die Schatten ziehen. 

 

Unserer Erfahrung nach ist er aber der wahrlich blinde Passagier der Wracks. Dort erwischt man ihn auch tagsüber, wie er durch die Überreste der Kabinen treibt. 

 

In den östlichsten Gebieten des Mittelmeeres soll diese Art leider nicht mehr vertreten sein. 

 

Abgesehen von der Laichzeit, Januar-Mai, hat man über sein Paarungsverhalten tatsächlich noch nichts herausgefunden. 
Die dunkle Majestät will anscheinend keineswegs unterm Mikroskop landen. 


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Text: Carolina Leiter

Pic: Dive Dict

Illustration: Dive Dict


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