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Der Tauchplatz ist mit dem Boot erreichbar. Mai-Oktober Sporttauchausrüstung, Tech-Ausrüstung, Tauchlampe Heinrich Schmidt aus Flensburg, Deutschland, war so stolz, in den Besitz dieses imposanten Frachters gekommen zu sein, dass er es kurzerhand nach ihm selbst benannte: nämlich Hans Schmidt. Im Jahre 1919 wurde sie unter dem Namen ALBIREO gebaut, 1939 änderte sich ihre Nationalität und nur 4 Jahre später...

Von immenser Kraft zerstörter Riese


Dive Map

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Einstieg

Der Tauchplatz ist mit dem Boot erreichbar.


Beste Zeit zum Tauchen

Mai-Oktober


Empfohlenes Equipment

Sporttauchausrüstung, Tech-Ausrüstung, Tauchlampe


Besonderheiten

Heinrich Schmidt aus Flensburg, Deutschland, war so stolz, in den Besitz dieses imposanten Frachters gekommen zu sein, dass er es kurzerhand nach ihm selbst benannte: nämlich Hans Schmidt. 


Im Jahre 1919 wurde sie unter dem Namen ALBIREO gebaut, 1939 änderte sich ihre Nationalität und nur 4 Jahre später verschwand sie mit einem imensen Knall für immer in den Untiefen vor dem istrischen Nationalpark Brijuni. 

 

Erst 2003 wurde sie gefunden und als die Hans Schmidt identifiziert. Allerdings wurde nicht mit Sicherheit bewiesen, was genau die Explosion auf der Höhe der vorderen Laderäume verursacht hat, die das Schiff zum Sinken zwang.

Im Sandboden rund um das Wrack liegen Granaten verteilt, die einerseits Teil der Ladung gewesen sein konnten, oder aber auch von einem Minenwerfer stammen könnten.

Es scheint aber recht wahrscheinlich zu sein, dass die Hans Schmidt explosive Ladung transportiert hatte, denn die Kraft muss groß genug gewesen sein, um den Bug 10 m vom Rest des Schiffes wegzuschleudern. 
 
Der Stahlrumpf ist so gut wie unbeschädigt und liegt aufrecht am Sandgrund, während vom Bug nicht mehr viel übrig ist.

Die Masten und Schornsteine fehlen, die Struktur des Schiffes lässt vermuten, dass sie von Berufstauchern absichtlich gesprengt worden sind, um die Gefahr für den Schiffsverkehr zu vermindern. 
 
Heute bietet die Hans Schmidt stolze 112,8 m Länge, 15 m Breite und 6 m Höhe, die es zu erkunden gilt.

Allerdings herrscht um dieses Wrack meistens schlechte Sicht, deshalb ist das Abtauchen nur erlaubt, wenn es eine Abstiegsleine gibt. 
 
Der Stahlrumpf thront so gut wie unbeschädigt in den Tiefen und ist bei schlechterer Sicht in eine gruselige, mystische Atmosphäre gehüllt.

Es gäbe genügend Möglichkeiten, das Wrack zu penetrieren, allerdings raten die meisten aufgrund der vielen Fischernetz, die auch zur Gänsehaut-Atmosphäre beitragen, davon ab. 


Vom Bug ist hingegen nicht mehr viel übrig, dafür tummelt sich in der Lücke zwischen den zwei Wrackteilen unglaublich viel maritimes Leben.

Sowohl Mönchsfisch489- und Sardinenschwärmen als auch große Zahnbrassen487-Exemplaren zeigen sich von ihrer besten Seite.

Wer sich in die dunkleren Ecken des Wracks wagt, begegnet dort Muränen558, Meeraale551 und Drachenköpfe543.


Text: Carolina Leiter

Illustration: Sabine Probst

Pic: Felician Hosp


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