Die Mittelmeer-Muräne zählt zu den Räubern des Mittelmeeres und steht somit an der Spitze der Nahrungskette in bodennahen Lebensräumen.
Sie zerfleischt ihre Opfer mit ihren scharfen Zähnen.
In ihrem Rachen befindet sich eine zweite Reihe an Zähnen, die sie zusätzlich nach vorne schieben kann, sollte Bedarf bestehen.

Ihre Grundfarbe ist dunkelviolett und ihre gelbe Marmorierung zieht sich über ihren schlangenartigen, glatten und schuppenlosen Körper.
Auf ihrem Rücken bilden ihre Flossen einen langen Saum. Ausgewachsen, also mit 3 - 10 Jahren, sind sie bis zu 80cm lang.
Wenn man auf sie trifft, wirkt sie wild und räuberisch: ihre weiße Iris verleiht ihr einen stechenden Blick und ihr großes Maul hält sie meist geöffnet.
Ihre Kiemen sind zu einer lochartigen Öffnung umgebildet und liegen seitlich hinter ihrem Kopf.
Auffällig sind auch ihre großen Nasenlöcher, die ihr einen hervorragenden Geruchssinn verleihen.
Kaum Feinde, außer große Raubfische (z.B.: Haie)
Die Mittelmeer-Muräne kann potentiell gefährlich für Menschen werden.
Ihr Blut ist giftig und kann bei Menschen dann zu einer Vergiftung führen, wenn es in eine offene Wunde gelangt.
Das Gift verliert seine Wirkung bei Temperaturen über 75°C.
Außerdem beißen sie, wenn sie sich extrem bedroht oder in die Enge gedrängt fühlen.
Ihr Biss ist nicht giftig, kann allerdings durch die Bakterien in ihrem Speichel zu Infektionen führen (Sepsis). In diesem Fall sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen
Ohne dass sie sich bedroht fühlt greift sie jedoch keine Menschen an.

1. Große Nasenlöcher
2. Spitze Zähne
3. Gelbe Marmorierung
Die Mittelmeer-Muräne sucht sich ihr eigenes, ein paar Quadratmeter großes Zuhause, zu dem sie immer wieder zurückkehrt. Dieses findet sie in Höhlen und Spalten innerhalb von Felsriffen.
Sie verlässt ihren Unterschlupf am liebsten nachts und jagt nach Fischen, Krebstieren und Tintenfischen, die sie mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn aufspührt.
Hin und wieder trifft man sie auch im flachen Wasser von 0,5 - 1m Tiefe an.
Um beim Jagen und Zerfleischen ihrer Beute mehr Kraft zu haben, schafft sie es, ihren Körper zu verknoten oder sich am Boden abzustüzen.
In den Sommermonaten, wenn sich das Wasser erwärmt, wandern sie in größere Tiefen (bis zu 600m) um abzulaichen.
Die Eier schweben für einige Tage im Wasser, bis die planktonischen Larven schlüpfen.
Diese werden ihrerm Aussehen nach auch Weidenblattlarven genannt, sie sind durchsichtig und es fehlen ihnen rote Blutzellen.
Sobald sie zwei Jahre alt sind, suchen auch sie sich ihr felsiges Zuhause.

Text: Carolina Leiter, Felician Hosp, Pia Balaka
Pic: Felician Hosp
Illustration: Dive Dict