
Der Tauchplatz ist mit dem Boot erreichbar.
April-November, Nachttauchgang empfohlen
Sporttauchausrüstung, Lampe
Ein Tauchgang, wie es ihn kein zweites Mal gibt.
Die riesigen, dunklen Felsen auf weiten Flächen weißen Sandes in 20 m Tiefe verleihen der Cala Giacone ihr ganz eigenes und überraschend vielfältiges Ökosystem.
Schon über Wasser beeindruckt die Bucht mit hohen Klippen im Osten und dem kleinen, verlassenen Strand im Süden, dessen Merkmale die großen Kieselsteine sind.
Im sizilianischen Dialekt werden sie "ciacuna" genannt und geben der Bucht ihren Namen.
In der Mitte der Bucht auf 15 m breitet sich in alle Richtungen so weit das Auge reicht weißer Sand aus.
Im Schwebezustand kann man hier alle für diesen Lebensraum üblichen Spezien in einer Vielzahl antreffen.
Wer ganz genau hinsieht, wird viele halbvergrabenen Petermännchen (Trachinus draco) entdecken, die im Sand ihrem nächsten Leckerbissen auflauern, oder den perfekt getarnten Weitaugen-Butt
(Bothus podas) und riesige Kammsterne.
In Richtung Osten, begibt man sich in ein Paradies aus Schluchten und kleinen Höhlen.
Perfektes Ambiente, um wild herum zu tauchen, wie es einem gefällt und sich mit dicken Brassen, braunen Zackenbarschen (Epinephelidae) und sogar Oktopoden ein Wetttauchen zu liefern.
Für Makroliebhaber gibts an den Felsen eine große Vielfalt an Krustentieren und Nacktschnecken (Nudibranchia) zu beobachten.
Als wären das nicht schon genug Highlights, die diesen Tauchgang zu einem MUSS machen, kommt man bei Nacht in den Genuss den Platz von einer noch mal ganz anders schönen Seite kennenzulernen.
Hunderte Kleine Ährenfische (Atherina boyeri) und Schlangenschleimfische (Xiphasia setifer) wuseln in der Dunkelheit im Freiwasser herum, während sich Gemeine Seehasen (Aplysia) an den Felsen aus ihren Verstecken wagen.


Text: Carolina Leiter
Illustration: Sabine Probst
Pic: Dive Dict