Obwohl das Gewöhnliche Petermänchen harmlos aussieht, zählt es zu den gefährlichsten Bewohnern des Mittelmeeres.
Wie ein Krönchen ziert die vorderste Rückenflosse, bei der jede Zacke giftige Stacheln hat, sein Haupt. Auch auf den Kiemendeckeln trägt er winzige Giftstacheln.

Es sieht so aus, als würde das Gewöhnliche Petermännchen seinen breiten Kopf stets erhoben tragen, wodurch es einen fast arroganten und hochnäsigen Eindruck macht.
Zudem hat er auch noch nach unten gezogene Lippen, die ihm eine grimmige Mimik verpassen.
Es liegt mit dem größten Teil seines Körpers bäuchlings am Untergrund, nur seinen Kopf stellt es mit seinen zarten Brustflossen auf.
Seine Grundfarbe ist sandfarben mit grün-gelb bis braunen Schecken und hellblauen Marmorierungen. Hinter der vorderen Rückenflosse (giftig!) breitet sich die zweite Rückenflosse über seinen gesammten Körper aus.
Nagelrochen (Raja clavata)
Dornhai (Squalus acanthias)
Das Gewöhnliche Petermännchen ist stark giftig.
Da es sich gerne im Sand eingräbt und dort auch dank seiner Grundfarbe bestens getarnt ist, besteht die Gefahr, draufzutreten.
Bei einem Stich führt das Gift zu starken, schmerzhaften Schwellungen und Lähmungen, bei einer allergischen Reaktion kann es sogar zu Bewusstlosigkeit oder Herzstillstand kommen.

1. Rückenflosse mit Giftstacheln
2. Nach unten gezogene Lippen
3. Kopf mit Hilfe der Brustflossen aufgestellt
4. Scheckung und Marmorierung zur Tarnung im Sand
Nachts begibt sich das Gewöhnliche Petermännchen auf Jagd nach Garnelen, Grundeln und anderen kleinen Fischen.
Mit dem Morgengrauen gräbt es sich im Sand oder Schlamm bis zur Hälfte ein und erholt sich von den nächtlichen Abenteuern.
Sein Kopf mit dem giftigen Krönchen behält er dabei aber immer bereit, um sich vor potentiellen Fressfeinden zu verteidigen.
Die Laichzeit dieser Fische erstreckt sich von Juni bis August.

Text: Carolina Leiter, Felician Hosp, Pia Balaka
Pic: Felician Hosp
Illustration: Dive Dict