Fadenschnecken sind die Diebe der Schneckenwelt: Sie ernähren sich von Nesseltieren, deren Nesselkapseln sie in ihre spektakulären Hautfortsätze einlagern, um sie dann selber zu verwenden.
Dabei schlucken sie die Nesselkapseln so dass sie nicht explodieren und transportieren sie in ihre Mitteldarmdrüse, die Ausstülpungen bis in die Hautfortsätze.
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Fadenschnecken sehen aus wie aus dem Weltall: Ihr weicher Körper ist besetzt mit bunt gefärbten Hautausstülpungen, sogenannten Cerata, allerdings bleiben sie nur sehr klein, nämlich im einstelligen cm-Bereich.
Sie gehören zu den Nacktkiemern, sie besitzen also keine Schale, dafür haben sie aber ein Paar lange Fühler am Kopf und ein Paar Mundtentakel. Trotz ihres weichen Körpers haben sie eine feste Radula und Kiefer.
Man kann die verschiedenen Arten anhand ihrer Färbung unterscheiden.
Räuberische Fische
Mit den Nesselkapseln in ihren Hautausstülpungen wehren sie sich vor Fressfeinden.

1. Festes Kiefer
2. Cerata
3. Lange Fühler
Fadenschnecken beweiden meist festgewachsene Nesseltiere wie Hydrozoen.
Die zwittrigen Tiere können sich selbst befruchten. Anschließend legen sie tausende Eier in bunten Schnüren ab, die manche Arten um ihre Futterhydroiden herumwinden.

Text: Carolina Leiter, Felician Hosp, Pia Balaka
Illustration: Dive Dict
Pic: Felician Hosp, Sabine Probst