Als würde der Gestreifte Felseneinsiedler nicht schon genug mit seinem Streifen-Kleid auffallen, ist er auch noch ein richtiges Augenmodel: seine Glubscher sind nämlich intensiv hellblau oder hellgrün und damit noch ein zusätzlicher Hingucker.
Obwohl es im Mittelmeer 26 Arten dieser Gattung gibt, ist der Gestreifte Felseneinsiedler dank seiner ungleichen Scheren, seiner Musterung und seiner Behaarung recht eindeutig zu identifizieren.
![]()
Der Einsiedlerkrebs im gestreiften Pyjama, oder so … naja, mit seiner Färbung und Musterung fällt er sofort auf: Knallrot bis rotbraun mit weißen Ringelungen an den Beinchen, Scheren, Stielaugen und Antennen. Wer ganz genau hinsieht wird erkennen, dass seine Augenstiele eigentlich weiß sind und immer genau zwei rote Ringelungen haben. Seine Oberfläche ist glatt, allerdings mit einzeln wegstehenden und sehr langen Härchen.
Bis 4 cm wächst dieser gestreifte Winzling und seine rechte Schere ist immer größer als die linke.
Oktopus, Fische
Der Gestreifte Felseneinsiedler ist weder gefährlich noch giftig.

1. Weiße Stielaugen mit genau zwei roten Streifen
2. Kurze, gestreifte Antennen
3. Lange, gestreifte Antennen
4. Rechte Schere größer als die linke
Der gestreifte Felseneinsiedler hat zwar mit dem Großen Roten Einsiedlerkrebs einiges gemeinsam, wenn es um Symbiosen geht, dann geht der Gestreifte Felseneinsiedler allerdings einen eigenen Weg: nämlich den des Einzelgängers.
Nur ganz selten sieht man ihn mit seiner Einsiedlerrose auf dem Rücken, meistens ist sein Gehäuse rein und verhält sich wie ein einsamer Unterwasser-Wolf, nur sieht er bei weitem nicht so gefährlich aus.

![]()
Text: Carolina Leiter
Pic: Felician Hosp, Sabine Probst
Illustration: Dive Dict