Dieser Einsiedlerkrebs wird immer von genau einer Mantelaktinie (Adamsia palliata) ausgewählt, die sich auf seinem Häuschen niederlässt und vollständig ummantelt.
Wächst der Krebs, so wächst auch die Aktinie, so muss er sein ganzens Leben lang nicht mehr in ein neues Haus umziehen.

Wie alle Einsiedlerkrebse hat auch dieses Kerlchen einen asymmetrischen, ungepanzerten Hinterleib.
Um diesen zu schützen, verbirgt er ihn in einer leeren Gastropoda (Schneckenschale) und trägt diese stets mit sich herum.
Man erkennt ihn sofort an den pinken Pünktchen auf seinem hellrosa Anemonen-Häuschen, damit sieht er richtig niedlich aus.
Dazu kommt, dass sein Panzer breiter ist als lang, was ihn rund und etwas tollpatschig erscheinen lässt. Auch seine braunen Augen auf den weißen, langen Augenstielen tragen zu seinem putzigen erscheinen bei.
Meistens werden sie bis zu 6 cm groß und ihre rechte Schere ist eindeutig größer als die andere, mit der er doch verhältnismäßig einiges an Kraft aufbringen kann.
Tintenfische, räuberische Fische
Der Anemonen-Einsiedlerkrebs ist weder gefährlich noch giftig.
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1. Recht kraftvolle Schere
2. Gepunktete Mantelaktinie
Die Krebs-Aktinien-Symbiose ist hier von einer wesentlich stärkeren Beziehung geprägt als bei anderen Arten.
Durch die Nesseln am Rand seines Häuschens wird er vor Feinden geschützt.
Im Gegenzug sorgt der Krebs dafür, dass, wenn er wie mit einem Besen über den Boden fegt, um Nahrung aufzunehmen, auch ein paar Teilchen bis zur Aktinie hochfliegen.



Text: Carolina Leiter
Pic: Felician Hosp, Sabine Probst
Illustration: Dive Dict