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Der Gestreifte Korallenwels hat nicht nur ein auffälliges Äußeres, sondern auch ein ziemlich interessantes Sozialleben. Als Jungfische sind sie echte Teamplayer: Oft sieht man Hunderte von ihnen in dicht gedrängten Schwärmen über den Meeresboden wuseln. Dieses Verhalten bietet Schutz vor Fressfeinden und hilft beim gemeinsamen Aufwirbeln von Sand, um nach Futter zu suchen.

Besondere Merkmale

Der Gestreifte Korallenwels hat nicht nur ein auffälliges Äußeres, sondern auch ein ziemlich interessantes Sozialleben. Als Jungfische sind sie echte Teamplayer: Oft sieht man Hunderte von ihnen in dicht gedrängten Schwärmen über den Meeresboden wuseln. Dieses Verhalten bietet Schutz vor Fressfeinden und hilft beim gemeinsamen Aufwirbeln von Sand, um nach Futter zu suchen. Mit zunehmendem Alter werden die Tiere jedoch zu Einzelgängern oder leben nur noch in kleinen Gruppen, die tagsüber in Höhlen oder unter Korallen Schutz suchen. Nachts gehen sie dann auf Beutezug – bevorzugt nach kleinen Krebsen, Würmern oder Muscheln, die sie mit ihren empfindlichen Barteln („Schnurrhaaren“) im Sand aufspüren. Diese Barteln sind hochsensible Tast- und Geruchsorgane und machen den Wels zu einem echten Spezialisten für nächtliche Nahrungssuche.


Erscheinungsbild

Der Gestreifte Korallenwels (Plotosus lineatus) ist ein kleiner, aber auffälliger Meeresbewohner, den man schon von weitem an seinem „Zebrastreifen-Look“ erkennt. Sein schlanker, aalähnlicher Körper ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt und wird von zwei bis drei schneeweißen Längsstreifen durchzogen; ein Design, das ihn sowohl elegant als auch unverwechselbar macht. Besonders niedlich (und ein bisschen wuselig) wirken die Jungfische, die in dichten Schwärmen über den Meeresboden ziehen, fast wie eine bewegte Kugel aus Streifen. Erwachsene Tiere leben dagegen meist einzeln oder in kleinen Gruppen und können bis zu 30 Zentimeter lang werden.

Gestreifter Korallenwels


Natürliche Feinde

Aufgrund seines Giftes, hat dieser Fisch kaum natürliche Feinde. Nur gelegentlich wird ein Exemplar von Haien oder großen Muränen erbeutet. 


Gefährlich/Giftig

Gestreifte Korallenwelse besitzen vor den ersten Bauch- und Rückentflossen je einen Stachel mit Giftdrüsen. Ein Stich kann beim Menschen starke Schmerzen verursachen. 


Pro Tipps

Am besten beobachtet man Plotosus lineatus nachts oder in der Dämmerung, wenn die Welse aus ihren Verstecken unter Korallen kommen, während Jungfische oft in dichten Schwärmen unterwegs sind. Für Fotos eignen sich Nahaufnahmen mit schwachem Licht.


Text: Zettel Carina


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