Seinen Namen verdankt der Schriftbarsch den Musterungen in seinem Gesicht, die wie antike Schriftzeichen aussehen.
Taucher, die in sein Revier eindringen, werden von ihm kritisch ins Visier genommen.
Meistens entscheidet er sich dann dafür, dass sich ein Kampf nicht auszahlt und verzieht sich in ein Versteck zurück.
Dort bleibt er dann, bis die Eindringlinge sich wieder aus dem Staub gemacht haben.
Der Schriftbarsch ist leicht an seinen gelben Flossen, dem leuchtend hellblauen Fleck auf seinem Bauch und seinem gestreiften Körper zu erkennen.
Der hellblaue Fleck wird mit zunehmendem Alter immer intensiver.
Er hat einen länglichen, torpedoförmigen Körperbau mit einem spitz zulaufenden Gesicht.
Sein Maul ist groß und vorstülpbar.
Meeraal (Conger conger)
Der Schriftbarsch ist weder gefährlich noch giftig.

1. Namensgebende Musterung
2. Dunkle Streifen
3. Leuchtend hellblauer Fleck
4. Gelbe Flossen
Der Schriftbarsch gehört zur Familie der Serranidae, was so viel wie „Wolf” bedeutet.
Dieser Name ist sehr passend, denn diese Tiere sind Einzelgänger und gefürchtete Räuber (jedenfalls in ihrer Gewichtsklasse).
Sie ernähren sich von kleinen Fischen, Kopffüßern, Würmern, Schnecken und Krebsen.
Jeder dieser kleinen Wölfe hat seinen eigenen Unterschlupf am Felsgrund, welchen er vehement verteidigt.
Man findet ihn eher nicht auf Sandböden.
Die Einsamkeit geht sogar so weit, dass sie sich selbst befruchten, wenn kein Partner in der Nähe ist. Danach kleben sie ihre Eier auf der Unterseite von Steinen in Ufernähe fest.
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Text: Carolina Leiter, Felician Hosp, Pia Balaka
Pic: Dive Dict
Illustration: Dive Dict