Die Männchen der Meerbarbenkönige sind besonders fleissig in der Brutpflege. Sie beherbergen bis zu 20.000 verklumpte Eier in ihrem stark dehnbaren Mund und pflegen sie, bis sie schlüpfen.
Eine Woche lang tragen sie die silbrigen Perlen in ihrem vollgestopften Mund. Da die Männchen in dieser Zeit keine Nahrung zu sich nehmen können, verschlucken sie manchmal aus purer Verzweiflung ein paar Eier.
Der ovale Meerbarbenkönig ist leicht an seiner Färbung zu erkennen. Diese kann von pink zu orange und rot reichen. In stressigen Situationen oder bei zu starker Sonneneinstrahlung verblasst der Fisch.
Er besitzt sehr große Schuppen. Auf dem großen Kopf, den er für die Brutpflege benötigt, sitzen riesige schwarze Kugelaugen, die mit zwei leuchtenden Streifen durchzogen sind.
Die großen Augen braucht der Meerbarbenkönig, um sich in dunklen Höhlen und in der Nacht umsehen zu können. Manchmal hat er einen kleinen schwarzen Fleck an der stielartigen Basis seiner Schwanzflosse.
Räuberische Fische
Der Meerbarbenkönig ist weder gefährlich noch giftig.

1. Rießige, schwarze Kugelaugen
2. Großer Kopf
Tagsüber trifft man den Meerbarbenkönig selten in freien Wasser, denn hier ruht er allein oder in kleinen Gruppen versteckt in Spalten und Höhlen. Sobald die Sonne jedoch untergeht und sich der Himmel pink, orange und rot verfärbt, wird der Meerbarbenkönig aktiv.
Dann verlässt er zusammen mit seinen Artgenossen seine Behausung und jagt in Gruppen nach kleinen Krebsen, Würmern und Fischen.
Obwohl er in Tiefen von bis zu 200m vorkommen kann, trifft man ihn meistens im Bereich von 2-20m an.
Meerbarbenkönige pflanzen sich zwischen Juni und Oktober fort, meist jedoch im August. In den Wintermonaten ziehen sie sich in größere Wassertiefen zurück.
Der Meerbarbenkönig ist der einzige Vertreter der Kardinalbarsche (Apogonidae) im Mittelmeer.

Text: Felician Hosp, Carolina Leiter, Pia Balaka
Pic: Felician Hosp
Illustration: Sabine Probst