Oft bilden sie die größten Korallenkolonien weit und breit.

Porites lobata ist eine beeindruckende Korallenart, die sich durch ihre großen, massiven und helmförmigen Kolonien auszeichnet. Diese Korallenblöcke können einen Durchmesser von mehreren Metern erreichen, was sie zu einer der markantesten Arten im Korallenriff macht.
Fische
Die Lappenförmige Porenkoralle ist weder gefährlich noch giftig.

1. Polypen
2. helmförmigen Kolonien
Diese Korallen siedeln sowohl auf den Riffdächern als auch in den tieferen Bereichen des Riffhangs. Besonders in den tieferen Gewässern entwickeln sie ihre charakteristischen, wuchtigen Gebilde, die nicht nur in der Breite, sondern auch in der Höhe mehrere Meter messen können.
Porites lobata ist für Laien oft schwer von anderen Porites-Arten zu unterscheiden. Der Unterschied liegt in der Struktur der winzigen „Koralliten“, den winzigen Kalkskeletten, aus denen die Koralle besteht. Um diese Unterschiede festzustellen, muss man die Koralliten genau vergleichen – und das erfordert eine gute Kenntnis der Korallenstrukturen. Außerdem sind die Koralliten bei lebenden Korallen oft von den Polypen überdeckt, was das Erkennen zusätzlich erschwert.
Korallenkolonien, die auf den Riffdächern siedeln und immer wieder trockengelegt werden, entwickeln im Laufe der Jahre sogenannte „Mikroatolle“. Diese Strukturen entstehen, wenn die Krone der Korallen von Wind und Sonne abgetragen (korrodiert und erodiert) wird. Mikroatolle bieten eine Lebensgrundlage für eine Vielzahl von anderen Meeresorganismen und schaffen eine reiche Flora und Fauna, die sich in den Ritzen und Vertiefungen der Korallen niederlässt.

Text: Carolina Leiter
Pic: Felician Hosp
Illustration: Dive Dict