
Den Tauchplatz ist mit dem Boot erreichbar.
April-Oktober
Sporttauchausrüstung, Tech-Ausrüstung, Tauchlampe
Mit dem Tauchboot an der Küste entlang bis zur berühmten Safari-Bar, denn raus aufs offene Meer, stets von Delfinen und Möwen begleitet.
Weit und breit nur der Horizont in Sicht und die zwei Bojen, welche die Lage von Heck und Bug kennzeichnen.
Wenn man Glück hat, herrscht keine Oberflächenströmung und man kann ganz entspannt abtauchen, sonst hilft die Abstiegsleine.
Bei guter Sicht kommen einem schon beim Abtauchen die Umrisse des Decks entgegen und breiten sich mit jedem Meter mehr zu ihrer imposanten Größe aus.
Beim zweiten Blick erkennt man dann das silberne Schimmern, die Sardinenschwärme, die das Wrack wie Kinder einen Spielplatz umzingeln.
Die Leine endet in der Mitte des Decks, dann schwebt man über die Verstrebungen, an den von Mönchsfischen umzingelten Rettungsbootelings vorbei, Richtung Heck.
Dann an der Außenwand entlang nach unten sinken lassen, dabei nicht vergessen, mit einer Lampe all die schönen Farben der Schwämme und Korallen zum Leuchten zu bringen.
Ab zur Schiffsschraube, wo sich das Heck über einem aufbaut und in dessen Schatten man sich mit Hunderten Brassen den Platz teilt.
Man fühlt sich winzig und das Gefühl, dass das Schiff jeden Angeblich loschippern könnte, zaubert einem Gänsehaut unter den Neoprenanzug.
Dann wieder langsam rauf aufs Deck, diesmal unter den Vertretungen durch bis zum Motor, ein beliebtes Versteck von Drachenköpfen, die einen von unten beobachten während Sardinenschwärmen und Mönchsfische
über einem herumtollen.
Überreste von Fischernetzen leiten einem den Weg zum zerstörten Bug und verleihen der Atmosphären etwas Gruseliges.
Unter den Bugteilen hat sich über die Jahre hinweg artenreiches Leben angesiedelt, die herumliegenden Teile werden als Versteck, von manchen Spezies auch als dauerhaftes Zuhause, genutzt.
Text: Carolina Leiter
Illustration: Sabine Probst
Pic: Felician Hosp