
Der Tauchplatz ist mit dem Boot erreichbar.
April-Oktober
Sporttauchausrüstung, Tech-Ausrüstung
Die Draga, ein stolzes Arbeitsschiff, das einst Sand vom Meeresgrund hob, sank in den 1960er Jahren, als ein heftiger Bora Sturm sie in seine Fittiche bekam.
Der Weg zur Draga führt uns am berühmten Kap Kamenjak und der Insel Fenoliga, auf der man heute noch die Spuren der Dinosaurier entdecken kann, vorbei.
Bei dieser Strecke bekommt man auch den Leuchtturm von Porer genauer zu Gesicht, der übrigens bis heute einer der wenigen Leuchttürme ist, der immer noch von einem Leuchtturmwärter bewacht wird.
Immer wieder lassen sich dort auch Delfine erspähen.
Eine Boje markiert den Abstieg, der Leine entlang geht's nach unten, bis man sich auf den letzten vier Metern an den Masten halten kann.
Dann trifft man auf den Bug. Wenn man den Riss erkundigt, den das Schiff zum Sinken brachte, bekommt man regelrecht Gänsehaut.
Während man über das Wrack schwebt, zieht unter einem der Raum vorbei, in dem der Sand früher geladen wurde und auch der Motor ist gut erkennbar.
Der Mast wird immerzu von Sardinenschwärmen umzingelt, die von der Ferne aussehen wie eine silberne Wand. Immer wieder schummeln sich auch Goldstriemen oder Makrelen darunter.
In den verwinkelten Nischen hauchen Aale, Krabben, Hummer
und hin und wieder sogar Katzenhaie
dem Wrack wieder etwas Leben ein.
Die Draga zählt zwar zu den kleineren Wracks, dafür sieht sie aus, als wäre sie immer noch auf ihrer letzten Fahrt.
Text: Carolina Leiter
Illustration: Sabine Probst
Pic: Felician Hosp