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Man mag es den Scherenkönigen vielleicht nicht zutrauen, aber sie werden stolze 50 Jahre alt. Und mit dem Alter reifen sie anscheinend zu attraktiven Silberrücken heran, denn je älter sie werden, desto häufiger pflanzen sie sich fort. Sie müssen sich im Laufe ihres langen Lebens allerdings sehr häufig häuten.

Lebensraum


Besondere Merkmale

Man mag es den Scherenkönigen vielleicht nicht zutrauen, aber sie werden stolze 50 Jahre alt.

Und mit dem Alter reifen sie anscheinend zu attraktiven Silberrücken heran, denn je älter sie werden, desto häufiger pflanzen sie sich fort. 


Sie müssen sich im Laufe ihres langen Lebens allerdings sehr häufig häuten. Das kostet sie so viel Anstrengung, dass sie sogar vor Erschöpfung sterben können.

Daher versuchen ältere Tiere dieser Prozedur zu entgehen und erliegen dann der Zerbrechlichkeit ihres porösen Außenskeletts. 

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Erscheinungsbild

"Scherenkönig" ist wahrlich die richtige Bezeichnung, denn den Hummer erkennt man sofort an seinem riesigen Scherenpaar: eine schmalere Greif- und eine wuchtige Knackschere.

Dahinter reihen sich noch zwei weitere, weniger auffallende Scherenpaare.

 

Falls er seine Knackschere verlieren sollte, zum Beispiel in einem Kampf, dann wandelt sich die Greifschere praktischerweise bei der nächsten Häutung in eine Knackschere um.  


Hummer werden nicht nur ziemlich alt, sondern auch bis zu stolze 60 cm lang.

Ihr massiver Körper ist von orangener, gelb-grüner, blaugrauer oder dunkelvioletter Färbung und individuell mehr oder weniger marmoriert.

 

Ihr Hinterleib ist lang und muskulös, ihr zweites Antennenpaar fast genau so lang wie ihr Körper.  

Auf dem Kopf, der mit dem Torso verschmolzen ist, sitzen zwei kleine gestielte Komplexaugen.


Natürliche Feinde

Knochenfische


Gefährlich/Giftig

Die Scheren der Hummer können durchaus gefährlich werden: mit der Knackschere kann er mitunter Fingerknochen durchtrennen.

Giftig sind diese Tiere nicht.


Skizze

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1. Muskulöser Hinterleib

2. Knackschere 

3. Kleine Scheren zur Nahrungsaufnahme

4. Gestielte Augen 


Pro Tipps

Er hat sein eigenes Revier, das er pflegt, hegt und beschützt.

Tagsüber bleibt er in seinem Versteck und nach den nächtlichen Raubzügen kehrt er wieder dorthin zurück.

 

Vor allem während des Häutungsprozess will er sein eigenes Versteck haben.

Zu dieser Zeit ist sein Körper nicht von dem harten Außenskelett geschützt und daher besonders verwundbar.

Oft ändert sich mit der Häutung die Farbe und er geht aus jeder Häutung wortwörtlich stärker hervor.

Warum? Er bekommt mehr Muskelzellen.

Gegen Ende des Prozesses essen sie manchmal die abgestoßene Haut. 

 

Am wahrscheinlichsten findet man den Europäischen Hummer in den tieferen Regionen mit einer Tauchlampe.

Dort kann man in alle möglichen Höhlen und Unterschlüpfe hineinleuchten und mit etwas Glück lächelt er einem dort dann entgegen. 

 

Mit seinen großen Scheren erbeutet er Krabben, Würmer, Aas und Muscheln.

Dank der Knackschere ist es ihm ein leichtes Muscheln zu knacken und mit seinen kleinen Scheren wird die Beute dann zerteilt und die mundgerechten Stücke verspeist. 


So wie alle Krebstiere, hat auch der Europäische Hummer blaues Blut.

Nein, das kommt nicht daher, dass er Scherenkönig genannt wird und dem Hochadel angehört!

Sondern einfach daher, dass er mehr Kupfer als Eisen im Blut hat. 


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Text: Carolina Leiter

Pic: Felician Hosp

Illustration: Dive Dict


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