
Der Tauchplatz ist mit dem Boot errreichbar.
Mai-Oktober
Sporttauchausrüstung, Tech-Ausrüstung, Tauchlampe, Signalboje
Durch die Explosion wurde das Wrack in drei Teile gebrochen, der Bug, das Heck mit den Schiffsschrauben, aber das Leben spielt sich eigentlich am Hauptdeck ab und an den Bruchstellen. Scorpaena porcus und Maja Squinado verstecken sich in den dunklen Ecken, Mönchsfische
tummeln sich in Schulen und Leopardengrundeln
verkriechen sich im Schlammbereich rund um das Wrack. Hier hat man außerdem wirklich gute Chancen, die majestätischen Dentex Dentex
zu sichten. Außerdem sind die Strukturen von Schwämmen und Korallen bewachsen, die im Lichtkegel einer Lampe farbenfroh zu strahlen beginnen.
Was diesen Teil des Wracks in eine gruselige Atmosphäre hüllt, sind sicherlich die vielen Netze. Aber es zahlt sich aus, die Fischschwärme dort zu beobachten, sie schwimmen in das Netz rein und scheinen verschwunden zu sein, bis sie auf der anderen Seite des Netzes wieder rauskommen.
Wenn man sich ins Bewusstsein ruft, wie kräftig die Detonation sein musste, um so einen Riesen in drei Teile zu zerfetzten, dann gibt einem dieser Tauchgang wahrlich eine Gefühlskollision von beeindruckend und beängstigend. Was den Tauchgang außerdem noch spannender macht: das Heck liegt kopfüber ein paar hunderte Meter vom Bug entfernt, sodass man mit dem Boot von einem Teil zum anderen fahren muss.
An Land steht heute ein Denkmal mit den Namen der bei dem Unglück verunglückten Crewmitgliedern.
Text: Carolina Leiter
Illustration: Sabine Probst
Pic: Felician Hosp