Leben im Wasser in Bewegung
Auch unter der Meeresoberfläche gibt es große Wanderungen. Die Lederschildkröte legt tausende Kilometer zwischen Niststränden und Nahrungsgebieten zurück. Der Blauflossen-Thunfisch durchquert ganze Ozeane auf der Suche nach Beute. Und selbst der mächtige Buckelwal reist jährlich zwischen kalten Nahrungsgewässern und warmen Fortpflanzungsgebieten.
Warum ziehen sie los?
Meist geht es um Nahrung, Temperatur oder Fortpflanzung. In kalten, nährstoffreichen Gewässern finden viele Arten im Sommer reichlich Futter. Für die Geburt ihrer Jungen oder das Ablaichen suchen sie jedoch wärmere Regionen auf. Migration erhöht ihre Überlebenschancen und die ihrer Nachkommen.
Warum bleiben andere Arten?
Manche Meerestiere finden das ganze Jahr über ausreichend Nahrung in einem Gebiet. Wenn Strömungen, Temperatur und Nahrungsangebot stabil bleiben, ist eine weite Wanderung nicht notwendig. Jede Reise kostet Energie und birgt Risiken durch Fressfeinde oder menschliche Einflüsse.
Migration im Meer ist daher eine Anpassung an wechselnde Umweltbedingungen – ein Gleichgewicht zwischen Aufwand und Vorteil.

