Der Mittelmeer Haarseestern sieht besonders zerbrechlich aus, als würde er nicht in die teilweise stürmische und dunkle Welt des Meeres gehören. Seine Schwimmbewegungen erinnern fast an eine im Wind schwebende Schneeflocke. Obwohl man es sich vielleicht nicht gleich glauben würde, in manchen Gebieten ist dieser Federwinzling sogar massenhaft vertreten.

Von einer kleinen Körperscheibe ausgehend bilden sich beim Mittelmeer-Haarstern 10 federartige Arme mit 60 Paar Fieder (Pinnulae), die von gelb über orange bis rot oder braun gefärbt sein können, manchmal sind sie sogar gemustert oder mit einem Farbverlauf von dunkel in der Mitte zu hellen Spitzen.
An der Unterseite der kleinen Körperscheibe dienen ihm an die 30 Cirren zum Festhalten am Untergrund oder zum Fortbewegen.
Insgesamt kann er einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen.
Fische, Krabben, Krebse, Seesterne
Der Mittelmeer-Seestern ist weder gefährlich noch giftig.

1. 60 Paar Fiedern pro Ärmchen
2. Kleine Körperscheibe
Der Mittelmeer-Haarstern nist ein richtiger “Filtrierer”. Mit seinen Cirren klammert er sich an Felsvorsprüngen oder anderen Erhebungen vom Meeresgrund, auch an Gorgonien oder Seescheiden, fest und strecken seine zierlichen Ärmchen senkrecht in die Höhe. Die Strömung treibt dan das Plankton direkt in seine Federchen und es gelangt über rinnenartige Kanäle über die Arme zur Mundöffnung.
Mittelmeer-Haarsterne sind getrenntgeschlechtlich. Die weiblichen tierchen produzieren Eier, die an den äußersten Enden ihrer Fiederchen haften. Diese werden dann von den Männchen befruchtet und es entsteht eine wenige tage planktisch lebende Larve, die sich mit einem Stil am Untergrund festhaftet. Einen Monat später wird sie zur freischwimmenden Jungtier, das bald zum bodenleben übergeht. Auch ausgewachsene Tiere können sich dank des Schlagens ihrer Arme schwimmende fortbewegen.



Text: Carolina Leiter
Illustration: Dive Dict
Pic: Dive Dict