Der Eisseestern stammt tatsächlich aus dem Norden, nämlich aus dem östlichen Atlantik von Island, Norwegen und Irland und bevorzugt daher auch im Mittelmeer kühlere Küstenregionen.


Er sieht auch aus, als wäre er aus einer kälteren Welt: Braun über grau bis olivgrün und mit hellen Stacheln übersät.
Je größer sie werden, desto kräftiger sind sie gefärbt.
Er gehört zu den größten Seesternarten der Welt und kann gewaltige 40 cm bis 1 m werden.
Die weißlichen Stacheln laufen in drei Längsreihen an jedem seiner 5 Arme entlang und haben warzige Vorhöfe.
Jeder Stachel ist zudem von etwa 400 zangentragenden Pedicellarien umgeben.
Seesterne, Krebse
Der Eisseestern verfügt über Dornen und Pedizellarien mit Zangen, deshalb sollte man ihm nicht zu nahe kommen.
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1. Helle Stacheln
2. Variable Grundfarbe
So schön dieser Rieser auch aussehen mag, er frisst sich monstermäßig durch die Unterwasserspeisekarte.
Fische, Krebse, Seeigel, Seescheiden und Schnecken, alles kann er mit seinem ausstülpbaren Magen verdauen.
Mit seinen Saugfüßchen gelingt es ihm sogar ohne Probleme, Muscheln aufzuknacken um auch sie dann zu verschlingen.
In der Nacht lauert er vor allem den Krebsen auf, die in tieferes Gewässer wandern und fängt sie aus dem Hinterhalt.
Seiner Leibspeise sind Seeigel, die er umdreht, um sie von der empfindlichen Mundseite aus zu verspeisen (ob sie sich davor nicht kurz küssen?).
Aufgrund der Überfischung von räuberischen Fischen übernimmt der Eisseestern die Hauptrolle der Bestandskontrolle von Seeigeln.



Text: Carolina Leiter, Pia Balaka
Pic: Felician Hosp
Illustration: Dive Dict