Zwischen den Rhinophoren (das sind die lamellenartigen Vorsprünge mit den weißen Spitzen) zieht sich eine grob gerippte, kammartige Struktur, die als Carnucle bezeichnet wird, und nur bei den Gattungen Janolus und Antiopella vorkommt.

Eine kleine Schönheit ist sie schon, die Kamm-Furchenschnecke.
Ihr Körperchen ist semi-transparent mit lamellen- oder keulförmigen Rhinophoren mit bläulich oder weißlich schimmernden, rundlichen Endungen.
Ihre Rhinophoren sind bei diesen Tierchen besonders groß und auffällig, ohne schützende Hülle und nicht einziehbar.
Bei den meisten Exemplaren laufen zwei auffällig weiße Streifen über den Rücken.
Die dunklen Linien, die wie Blutgefäße durch die Rhinophoren laufen, sind Teil des Verdauungstraktes.
Keine
Nacktschnecken tragen ein Gift in sich, das sie für andere Tiere ungenießbar macht.
Für uns Menschen ist das Gift prinzipiell ungefährlich, außer sie landen auf unseren Tellern, dann kann sich das Gift in unserem Körper ausbreiten und zu ernsten Problemen führen.

1. Zwei auffällige, weiße Streifen
2. Carnucles
3. Große Rhinophoren mit weißlich schimmernden Enden
Dieses kleine Kerlchen ernährt sich von Moostierchen und Schwämmen, die Gattungen Cellaria und Bugula verspeist sie besonders gerne.
Sie selbst wird von kaum einem Tier als Snack begehrt.
Alle Tierchen der Ordnung Nacktschnecken sind Zwitter.
Bei ihrem Paarungsritual treffen zwei Individuen aufeinander und konkurieren sich mit ihren männlichen Geschlechtsorganen.
Derjenige, dem es gelingt die Körperwand des anderen zu durchdringen, ist das dominante Männchen. Das andere Tier, welches also gezwungenermaßen zum Weibchen wird, wird dann wie gewöhnlich befruchtet.
Die Eier werden auf einem Substrat abgelegt, allerdings nicht in einer Reihe oder auf einem Haufen, sondern in spiralförmigen Ketten, die ein bisschen an eine Perlenkette erinnern.
Jede dieser “Perlen” setzt sich aus mehreren Eiern zusammen.



Text: Carolina Leiter
Pic: Felician Hosp
Illustration: Dive Dict