Grüne Meeresschildkröten sind unglaublich tüchtige Marathon-"Schwimmer". Die längste Route die je von einer (sie war übrigens ein Weibchen) zurückgelegt wurde, waren fast 21000 in 647 Tagen.
Das heißt sie ist jeden Tag unglaubliche 32 km geschwommen. Ihre flossenförmigen “Paddeln” helfen ihnen, Geschwindigkeiten von bis zu 25 km/h zu erreichen, während sie ihre Hinterbeine zum “Lenken” einsetzten.

Die Grüne Meeresschildkröte kann stolz von sich behaupten die größte gepanzerte Meeresschildkröte zu sein. Ihr Panzer kann bis zu 1,5 m lang werden und 300 kg auf die Waage bringe.
Ihr Panzer ist an der Oberseite in verschiedenen, meist hellen Brauntönen gefärbt, mit gelblich grünen oder schwarzbraunen Stellen. An der Unterseite sind sie hellgelb.
Für Babyschildkröten an Land: Raubvögel, Reptilien; im Wasser: Haie
Die Grüne Meeresschildkröte ist weder gefährlich noch giftig.
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1. Fleckiger Panzer
2. Grünliche Haut
Grüne Meeresschildkröten ernähren sich ausschließlich vegetarisch, also von Seegras und Algen. Deshalb färbt sich ihr Körper (nicht ihr Panzer) auch leicht grünlich und hat ihr ihren Namen Grüne Meeresschildkröte eingebracht. In der deutschen Sprache hat sie leider auch den Beinamen “Suppenschildkröte” weil sie über Jahrhunderte intensiv gejagt wurde und zur Zubereitung von Fischsuppe diente.
Tiere, die im westlichen Bereich des Mittelmeeres vorkommen, sind oft auf der anderen Seite des Nordatlantiks geschlüpft und als Jungtiere bis ins Mittelmeer gewandert. Als Alttiere tendieren sie dazu, wieder in den Nordatlantik zurückzuwandern. Jene Exemplare in den östlichen Mittelmeerwellen sind an den dortigen Stränden geschlüpft.
Alle Schildkrötenarten haben schon wenn sie noch im Ei heranwachsen kein leichtes Leben. Oft werden die Eier zu wenig tief in den Sand gebuddelt und sind von vielen an Land lebenden Tieren aber auch von Menschen bedroht. Wenn die Babyschildkröten dann schlüpfen, orientieren sie sich am Mondlicht um ins Wasser zu finden. Wenn es allerdings in der Nähe oder am Strand zu viel künstliches Licht gibt, dann laufen die Kleinen zur künstlichen Lichtquelle und finden dann leider nie den Weg in die schützenden Wellen.
Die Weibchen kehren Jahr für Jahr an den Strand zurück, an dem sie geschlüpft sind, um dort ihre Eier abzulegen. Gepaart wird sich entweder schon in den Nahrungsgründen, auf dem Weg zum Nistplatz oder überhaupt erst am Niststrand. Ein Nest kann über 100 Eier enthalten aus denen 2 Monate später die Jungtiere schlüpfen. Die Nistsaison variiert übrigens je nach Lebensraum, aber Nachtbrüter sind sie alle.
Die Grünen Meeresschildkröten sind übrigens Einzelgänger und verbringen ihre Jugend im offenem Meer, während die erwachsenen Tiere sich in safteigen Seegraswiesen nahe der Küste vergnügen.

Text: Carolina Leiter
Illustration: Dive Dict