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Blau, blauer, Freiwasser - alles Wasser, das sich über dem Meeresboden "auftürmt", wird als Freiwasser bezeichnet. Diejenigen von euch, die schon mal eine Bootstour auf das offene Meer gemacht haben und dort Schnorcheln oder Tauchen waren, kennen es: überall, wohin man blickt, nur tiefes Blau. Freies Meerwasser - der größte Lebensraum der Welt.

Wo bin ich zu finden?

Blau, blauer, Freiwasser - alles Wasser, das sich über dem Meeresboden "auftürmt", wird als Freiwasser bezeichnet. 

 

Diejenigen von euch, die schon mal eine Bootstour auf das offene Meer gemacht haben und dort Schnorcheln oder Tauchen waren, kennen es: überall, wohin man blickt, nur tiefes Blau. 


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Warum bin ich wichtig?

Freies Meerwasser - der größte Lebensraum der Welt. Erhalten wird dieses Habitat durch winzig kleine Algen und andere Mikroorganismen, auch Phytoplankton genannt.

 

In den obersten Schichten des Meerwassers herrschen, wegen der starken Lichtdurchflutung, optimale Wachstumsbedingungen fürs Phytoplankton. Die tieferen Wasserschichten, wo weniger Sonnenlicht einfällt, werden durch Nährstoffe versorgt, die herabsinken - meistens sind das Algen und Tiere, die sich von diesen ernähren.

 

Große Meeresbewohner verwandeln die sonst nährstoffarme Tiefsee nach ihrem Ableben regelrecht in eine Oase. Ein toter Wal stellt etwa 30 Jahre lang eine wichtige Nahrungsquelle für andere Tiefseebewohner dar. 


Wem gebe ich Heimat?

Das Nahrungsangebot im Freiwasser wäre wohl bestenfalls als karg zu bezeichnen. Das Phytoplankton in den obersten Wasserschichten dient lediglich Krebsen und anderen Kleintieren als Nahrung.

 

Und trotz dieser Nahrungsarmut leben im Freiwasser die größten Meerestiere der Welt: Wale, Haie, Delfine und große Knochenfische treiben sich hier genauso herum wie ihre räuberischen Kollegen - Thunfische und Barrakudas - welche die blauen Weiten unsicher machen. Quallen malen im Freiwasser besonders schöne Bilder, indem sie mit ihren Fangfäden Planktonkrebse fangen und dabei anmutig durchs blau schweben. 

 

Da es im Freiwasser aber sicherlich nie an Platz mangelt, ist es die perfekte Heimat für Schwarmfische. Länglich-oval und mit silbernen Schuppen wirken diese Fische meistens, als würden sie in der Sonne glitzern (diese Färbung schützt sich auch vor Fressfeinden).

 

Wenn man es schafft, den Schwarmfischen nahe zu kommen, dann kann man ihre riesigen, kugeligen Augen erkennen, die ihnen eine gewisse Niedlichkeit verleihen. Da sich viele verschiedene Schwarmfische  sehr ähnlich sehen, können sie sich zu riesigen Schwärmen verbinden und sind so besser vor Fressfeinden geschützt. Sie ernähren sich übrigens ebenfalls vom Plankton. 


Woraus bestehe ich?

Zum größten Teil bin ich, salopp gesagt, einfach nur Wasser. Zum Salzwasser macht mich mein Anteil an Natriumchlorid (herkömmliches Salz), Calciumcarbonat und Kaliumchlorid, der bei mir höher ist, als in allen anderen Gewässern. Außerdem machen mich unzählige ungelöste Partikel und Mikroorganismen zum wichtigsten Lebensraum der Erde. 


Text: Carolina Leiter


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