Die Meerwalnuss ist eigentlich keine „echte“ Qualle, sondern gehört zu den Rippenquallen (Ctenophora). Sie dümpelt durchs Meer, frisst fleißig Zooplankton, Fischlarven und Eier und kann auch bei wenig Nahrung überleben, indem sie ihren Körper regelrecht schrumpft und wieder wächst, sobald mehr Futter da ist. Diese besondere Anpassungsfähigkeit macht sie zu einer Art Überlebenskünstler im Meer
Die Meerwalnuss ist durchsichtig bis milchig und hat eine glatte, walnussähnliche Form von etwa 10 cm Länge. Von oben wirkt ihr Körper abgeplattet, von der Seite eher rundlich bis birnenförmig. Sie hat große Mundlappen und kurze Fortsätze um den Mund, mit denen sie Nahrung „einfängt“. Unter Wasser funkeln die Wimpernreihen oft leicht bunt, weil sie Licht brechen
Beroidae, eine andere Rippenquallenart, ernährt sich größtenteils von Meerwalnüssen.
Die Meerwalnuss stellt für den Menschen direkt keine Gefahr dar, da sie keine Nesselzellen hat. Jedoch ist sie als invasive Art im Mittelmeer und in der Ostsee schädlich für das dortige Ökosystem.
In vielen Meeren, in die sie eingeschleppt wurde, gilt die Meerwalnuss inzwischen als invasive Art. Das bedeutet: Sie gehört dort eigentlich nicht hin, vermehrt sich stark und stört das lokale Ökosystem, etwa indem sie Fischlaicher und Plankton wegfrisst und so Nahrungsketten durcheinanderbringt. Forscher zählen sie sogar zu den 100 gefährlichsten Neobiota weltweit

Text: Zettel Carina