Durch die hohe Variabilität dieser Muschelart wurde sie in der Vergangenheit schon in zahlreiche verschiedene Arten untergliedert, jedoch vergebens: Es ist doch nur eine, aber sehr formenreiche Art, wie sich durch molekularbiologische Methoden herausgestellt hat.
Die Mittelmeer-Miesmuschel sieht genau so aus, wie man sie sich vorstellt: Sie hat eine glänzend schwarzblaue bis dunkelbraune, ungleichseitige Schale die vorne spitz zuläuft und mit feinen Rippen geschmückt ist. Manchmal wachsen andere Gäste auch auf ihrer Schale, wie etwa Seepocken. Sie kann bis zu 15 cm lang werden, je nach Umgebung, und die Ausprägung der Schale weist ebenso entsprechend der Umstände eine große Formenvielfalt auf.
Seevögel, räuberische Fische, Tintenfische
Die Mittelmeer-Miesmuschel ist weder gefährlich noch giftig. Sie kann allerdings, dadurch, dass sie auch in verschmutztem Wasser vorkommt und dieses filtriert, Schwermetalle und Toxine in ihrem Körper ansammeln.

1. Glänzende, gerippte Schale
2. Byssusfäden an spitz-zulaufendem Ende
Die Mittelmeer-Miesmuschel sucht regelrecht den Menschen: Sie befestigt sich mit ihren Haftfäden, den sogenannten Byssusfäden, an diversen Bauten an Häfen und menschengemachten Materialien. Wenn Ebbe ist, kann sie stundenlang trockenliegen, indem sie ihre Klappen fest verschließt. Sie kann an Felsküsten massenhaft vorkommen.

Text: Carolina Leiter
Illustration: Dive Dict
Pic: Felician Hosp