Der italienische Taschenkrebs – das Muskelpaket unter den Krebsarten.
Mit seinen zwei wuchtigen Scheren (eine zum Knacken, eine zum Schneiden) sieht er aus, als wäre er immer für die nächste Rauferei zu haben.


Der Italienische Taschenkrebs ist eine gewaltig muskulöse, breite Krabbe.
Noch dazu stark gepanzert und mit Stacheln, Borsten und Höckern bedeckt; ist er ein Gegner, der in einer hohen Gewichtsklasse spielt.
Sein kräftiger Rücken ist rot- bis grünbraun mit gelben Schecken, seine Scherenbeine etwas dunkler und seine Scherenfinger und Endklauen schließlich schwarzbraun.
Diese Färbung dient zur Tarnung, nur die gelben Flecken dienen der Kommunikation und Erkennung zwischen Individuen.
Deshalb ist das Muster der Krabbe sehr variabel und je nach geschlechtsreife, Wachstumsstadium und Umweltbedingungen verschieden.
Am besten erkennt man diesen Krebs daran, dass eine Schere deutlich größer ist als die andere.
Wasservögel, Fische
Der Italienische Taschenkrebs zögert nicht, seine Scheren auch gegen uns Menschen einzusetzen, also sollte man ihn lieber nicht in seine Taschen stecken!
Giftig ist er allerdings nicht.
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1. Deutlich grössere Schere
2. Lange Schreitbeine
Vor allem in der Gezeitenzone wimmelt es nur so von dieser Art.
Tagsüber ziehen sie sich schüchtern in Felsspalten zurück, in der Abenddämmerung jedoch gilt das große Erwachen und sie begeben sich allesamt auf Raubzüge.
Dabei zerknacken und zerschneiden sie systematisch Muscheln, Schnecken, Vielborster und andere Krebse um diese zu verspeisen.
Nach erfolgreicher Jagd ziehen sie sich wieder in die Algen oder andere Verstecke zurück.
Jeder italienische Taschenkrebs hat sogar seinen eigenen Bau, in den er teils seine Beute als Proviant mitnimmt.
Diese Behausungen kann man daran erkennen, dass Schalenreste darum herum gestapelt liegen, oder Algen weggeschnitten wurden.
Er richtet sich seine Lager durchaus auch in menschengemachten Strukturen ein, wie etwa in aufgeschichteten Felsen, Mauern oder sogar in Gebäuden am Meer.
Diesem kleinen Muskelprotz kann sich wahrlich nichts und niemand in den Weg stellen.



Text: Carolina Leiter, Felician Hosp, Pia Balaka
Pic: Felician Hosp, Sabine Probst
Illustration: Dive Dict