Der Augenfleck-Mikarelbarsch ist der häufigste und zugleich schönste Vertreter seiner Familie.
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Typisch für seine Familie hat der Augenfleck-Mikarelbarsch eine besonders lange Rückenflosse sowie stark verlängerte Bauchflossen. Das auffälligste Merkmal sind die vielen weißen Punkte auf seinem Körper – je älter der Fisch wird, desto mehr dieser leuchtenden Flecken kommen hinzu. Auf seiner dunklen Grundfärbung erinnern diese weißen Punkte an einen funkelnden Sternenhimmel, weshalb der englische Trivialname "Comet" (Komet) sehr treffend und poetisch schön gewählt ist. Die Färbung des Augenfleck-Mikarelbarsches kann von fast schwarz bis zu einem warmen Braunton variieren.
Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal ist der Augenfleck unter der Rückenflosse. Interessanterweise ahmt der Mikarelbarsch mit diesem Augenfleck das Aussehen einer Weißmaulmuräne (Gymnothorax meleagris) nach, um sich vor Feinden zu schützen.
Räuberische Fische
Der Augenfleck-Mikarelbarsch ist weder gefährlich noch giftig.

1. Augenfleck
2. Fächerartige Schwanzflosse
Der Augenfleck-Mikarelbarsch führt ein sehr zurückgezogenes Leben und versteckt sich tagsüber in Spalten und Höhlen. Bei der kleinsten Störung zieht er sich noch weiter zurück und bleibt dann in seinem Versteck. Besonders interessant ist seine Methode, sich vor Fressfeinden zu schützen: Er lässt nur seinen Hinterkörper mit dem markanten Augenfleck aus dem Versteck herausblitzen. Dieser Augenfleck ahmt das Aussehen eines anderen Tieres nach und verwirrt so seine Angreifer – eine clevere Taktik, um einer Bedrohung zu entkommen.
Die Mikarelbarsch-Familie sind eine kleine, geheimnisvolle Fischfamilie, die aufgrund ihrer versteckten Lebensweise nur wenig Aufmerksamkeit erregt. Ihr gemeinsames Merkmal sind die langen, durchgehenden Rückenflossen. Mikarelbarsche sind nachtaktive Jäger, die ihre Beute in den dunklen Stunden der Nacht fangen.
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Text: Carolina Leiter
Pic: Felician Hosp
Illustration: Sabine Probst