Bei diesem Fisch ist der Name Programm: bevor man den kleinen Kerl überhaupt wahrnimmt, taucht zuallererst seine charakteristisch lange, zugespitzte Schnauze im Blickfeld auf.

Der Schnauzen-Lippfisch hat einen länglichen, hochrückigen Körperbau mit markanter Rückenflosse.
Durch seine lange, spitz zulaufende Schnauze gewinnt dieser Dreikäsehoch noch ein paar Zentimeter an Extra-Länge dazu.
Mit seinen großen, runden und oft bunt gefärbten Augen seitlich am Schnauzen-Ansatz hat er einen guten Blick auf seine Umgebung.
Während der Laichzeit bevorzugt dieser Fisch felsige Untergründe als Lebensraum, wodurch sich seine Färbung durch Grautöne auszeichnet.
Außerhalb der anstrengenden Laichzeit zieht er lieber weiter in grüne Seegraswiesen - natürlich wieder mit dem passenden Schuppenkleid, das sich ebenso grünlicher färbt.
Größere Fische
Der Schnauzen-Lippfisch ist weder gefährlich noch giftig.

1. Eingebuchtete Stirn, zugespitzte Schnauze
2. Rote Iris
3. Markante Rückenflosse
Dieser neugierige Geselle ist am liebsten den ganzen Tag auf Erkundungs- und Beutetour. Seine Abenteuer bestreitet er am liebsten in der Gruppe mit anderen Lippfischen - mehr Crewmitglieder, mehr Action, mehr Beute!
Wird ihm das zu viel, ruht er sich gerne in Bodennähe aus, wo er sich mit seiner Färbung prima in Seegraswiesen verstecken kann.
Zwischen März und Juli muss die Abenteuerlust jedoch pausieren: Während dieser Zeit müssen die Männchen die Nester vorbereiten, die aus Kieselsteinen und Algen auf steinigen Untergründen gebaut werden.
Sobald die Jungen schlüpfen, wird so manches Männchen möglicherweise große Augen machen: die Jungen haben, nachdem sie aus den Eiern geschlüpft sind, noch keine zugespitzte Schnauze. Diese entwickelt sich erst später und mit ihrer Hilfe können die immer hungrigen Jungfische selbstständig kleinere Krebse aufsaugen - Babybrei auf Lippfisch-Art!
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Text: Carolina Leiter, Felician Hosp, Pia Balaka
Pic: Felician Hosp, Sabine Probst
Illustration: Dive Dict