Wie alle Drückerfische besitzt auch der Picasso-Drückerfisch den charakteristischen „Drückmechanismus“ auf dem Rücken: den ersten Stachel, der durch den zweiten arretiert wird. Damit kann er sich in Spalten verkeilen oder Eindringlinge abschrecken.
Doch seine wahre Besonderheit ist sein territoriales Verhalten. Er verteidigt kleine Sandflächen oder Korallenstücke vehement, oft sogar gegen viel größere Fische. Eindringlinge werden mit lauten grunzenden Lauten gewarnt, die durch Muskelkontraktionen an der Schwimmblase entstehen.
Diese „Stimme“ ist so deutlich, dass Taucher sie unter Wasser hören können – ein akustisches „Bleib weg!“
Beim Graben von Nahrung oder beim Bau kleiner Mulden schleudert er Sand mit gezielten Wasserstößen aus dem Maul; ein cleverer, kraftvoller Taktiker des Riffs.
Sein Name ist Programm: Der Picasso-Drückerfisch sieht aus, als hätte ein Künstler mit kräftigen Pinselstrichen über seinen Körper gemalt. Die auffällige Musterung aus blauen, gelben, weißen und schwarzen Linien zieht sich über den massiven, keilförmigen Körper. Jede Linie ist präzise wie auf einer Leinwand.
Die Augen sitzen hoch oben am Kopf und können sich unabhängig voneinander bewegen, während der kleine, aber kräftige Mund mit den typischen, meißelförmigen Zähnen ausgestattet ist. Damit zerkleinert er mühelos hartschalige Beute.
Die Rücken- und Bauchflossen sind klein, aber kräftig, ideal, um präzise zu manövrieren. Besonders markant ist die mondförmige Schwanzflosse, mit der er sich ruckartig vorwärts bewegt, wenn er flüchtet oder jagt. Trotz seiner bunten Erscheinung ist er perfekt an die Lichtspiele des Riffs angepasst – ein Meister der Tarnung im Farbenmeer.

Größere Raubfische wie Zackenbarsche und Muränen, gelegentlich Haie
Nicht giftig, aber sehr territorial; kann bei Bedrohung aggressiv werden
So hübsch er aussieht, so launisch kann er sein. Wer ihm zu nahe kommt, lernt schnell, dass hinter dem Künstlerlook ein echter Charakterkopf steckt. Besonders während der Brutzeit verteidigen Picasso-Drückerfische ihre Nester mit überraschender Entschlossenheit.
Taucher sollten den bunten Schönling also mit Respekt behandeln; Am besten aus sicherer Entfernung beobachten, wie er majestätisch über den Sandgrund zieht, immer bereit, sein Revier zu schützen.