Man mag es diesem kleinen Racker nicht zutrauen, aber verglichen mit seiner Körpergröße hat er enorme Fangzähne, die er beim Jagen gern zum Besten gibt.
Er trägt braune Längsstreifen auf seinem hellen Farbenkleid, seine Schwanzwurzel ist blass weißlich, bei Jungtieren hat sie eine mit dunkler Binde.
Räuberische Fische
Der Tiger-Kardinalfisch ist weder gefährlich noch giftig.
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1. Helle Schwanzwurzel
2. Braune Längsstreifen
Tiger-Kardinalfisch bewohnen geschützte, korallenreiche Lagunen sowie Außenriffe. Sie halten sich oft in Höhlen und unter Überhängen auf, sowohl einzeln als auch in kleinen Gruppen.
Im Allgemeinen sind Kardinalfische kleine Tiere, die selten größer als 12 cm werden. Viele Arten sind dämmerungs- oder nachtaktiv. Tagsüber schweben sie ruhig zwischen Korallenstöcken oder verstecken sich in Felsspalten. In der Nacht begeben sie sich auf die Jagd nach Zooplankton, kleinen Fischen oder Krebsen. Sie leben bodenorientiert und sind sehr ortstreu in ihrem Revier. Ihre Schwimmweise ist eher langsam.
Ein besonders interessantes Merkmal der Kardinalfische ist ihre Brutfürsorge. Nach dem Ablaichen sammelt das Männchen die befruchteten Eier ein und brütet sie eine Woche lang in seiner Mundhöhle aus. Während dieser Zeit sind die Eier vor Räubern geschützt und werden durch das sauerstoffreiche Atemwasser des Männchens versorgt. Das Männchen nimmt in dieser Zeit keine Nahrung zu sich.
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Text: Carolina Leiter
Pic: Felician Hosp
Illustration: Dive Dict