Die Schwarztupfen Süßlippe gehört zur Familie der sogenannten Grunzer und das hat einen guten Grund: Sie kann tatsächlich Geräusche erzeugen, die an ein leises Grunzen oder Knarzen erinnern. Diese Laute entstehen nicht durch Stimmbänder, sondern durch das Aneinanderreiben spezieller Zähne im hinteren Rachenraum. Die dabei entstehenden Vibrationen werden über das Skelett an die Schwimmblase übertragen, die wie ein Resonanzkörper funktioniert. Das kann man manchmal sogar beim Tauchen hören!
Grunzen tun diese Fische vor allem dann, wenn sie sich bedroht fühlen, zum Beispiel beim Fang durch Menschen oder wenn ein Raubfisch zu nahe kommt. Der Laut könnte also der Abschreckung dienen oder andere Fische warnen.
Dieser tropische Meeresbewohner mit dem wissenschaftlichen Namen Plectorhinchus gaterinus macht seinem Namen alle Ehre: Er hat tatsächlich süß wirkende, dicke Lippen und ist über und über mit dunklen Punkten gesprenkelt als hätte ihn jemand mit dem Pinsel getupft. Jungfrische sehen ganz anders aus als die Erwachsenen; Sie tragen Streifen statt Punkte!

Zackenbarsche, Muränen, Haie, Raubvögel
Die Schwarztupfen Süßlippe ist weder gefährlich noch giftig.
Oft sieht man sie tagsüber in kleinen Schwärmen nahe Korallenriffen oder Felsformationen, wo sie ruhig durchs Wasser gleiten. Wenn du Glück hast, kannst du sie beim Schnorcheln oder Tauchen sogar beim „Putzservice“ beobachten. Sie lassen sich nämlich gern von Putzerfischen verwöhnen!