Den Königen der Unterwasserjagd begegnet man in hundert Tiere schweren Schwärmen.
Ihr pfeilarrtiges Aussehen und ihr Schwarmverhalten verraten ihre räuberische Dynamik.
Sie sind aktive Jäger, die blitzschnell beschleunigen und mit rasierklingen-scharfen Zähnen zubeißen können.

Man erkennt sie sofort an ihrem langgezogenen, speerartigen Körper, mit dem sie sich pfeilschnell durch die dunkelblauen Weiten bewegen.
Ihre Schuppen glänzen silbrig, am Rücken sind sie dunkelgrün bis schwarz. Von dort ausgehend ziehen sich dunkle Bänder bis zur Seitenlinie nach unten.
Der zugespitzte Kopf endet in einem großen Maul mit vorstehendem Unterkiefer, das ihre Beiskraft vermuten lässt.
Die V-förmige Schwanzflosse ist an den Rändern dunkel, in der Mitte bläulich durchsichtig.
Sowohl die Rückenflosse als auch die Afterflosse liegen aufällig weit hinten und auf gleicher Höher am Körper an.
Die meisten werden 40-60 cm lang, aber es sollen auch schon 2 m Exemplare gesichtet worden sein.
Haie
Ihre Schnelligkeit und scharfen Beißerchen können sehr gefährlich werden.
Sie verhalten sich dem Menschen gegenüber normalerweise nicht aggressiv.

1. Vorstehendes Unterkiefer
2. Bewegliche Rückenflosse
3. Dunkle Bänder
Umgangssprachlich werden diese Räuber auch Pfeilhechte genannt.
Wer die Barrakudaarten voneinander unterscheiden will, sollte sich am besten die Vorkiemendeckel ansehen, die sind bei den Sphyraena sphyraena nämlich eindeutig breiter, als bei den anderen, im Mittelmeer vertretenen, Arten.
Barrakudas sind Freilaicher, sie geben ihre Eier also in das offene Meer ab.
Dafür finden sie sich zu noch größeren Schwärmen als sonst an den Rändern von Fels- oder Korallenriffen zusammen und laichen dann in den Vollmondnächten ab.
Sie sind die Apex-Raubtiere des Mittelmeeres.
Selbst wenn sie gleich große Beutetiere ins Visier nehmen, schießen sie pfeilschnell nach vorne und teilen sie mit ihren spitzen Zähnen mühelos mit nur einer Bewegung in zwei Hälften.
Sie jagen kleinere Fische wie Makrelen und junge Thunfische, Jungtiere erbeuten meist Grundeln und Ährenfische. Aber eigentlich schreckt er vor keiner Art im Mittelmeer zurück und ist stets bereit, seine Angreifer zu besiegen.
Angriffe auf Menschen sind prinzipiell selten. Allerdings kann es Harpunenjägern passieren, dass sie vom harpunierten Fisch attackiert werden.
In trüben Gewässern sollte man allerdings vorsichtig sein, dort werden Barrakudas von glänzenden Objekten angezogen und halten sie für Beutefische.


Text: Carolina Leiter, Felician Hosp
Pic: Felician Hosp
Illustration: Dive Dict