

Alle Tauchplätze der Insel sind nur mit dem Boot erreichbar.
Mai-Oktober, im Juli: Adlerrochen
Sporttauchausrüstung, Tauchlampe
Seit einem Vierteljahrhundert so gut wie unberührt – das Ökosystem rund um die Insel Pianosa fasziniert mit seinem Reichtum an Farbe und Leben.
Im Jahr 2013 wurde das Tauchen im Nationalpark Isola di Pianosa zugänglich gemacht, wenn auch nur sehr kontrolliert: die Tauchplätze dürfen nur von Tauchzentren besucht werden, die von dem Toskanischen Archipels dazu berechtigt worden sind.
Die Insel bietet 5 Tauchplätze, die alle im Nordosten bzw. im Südosten der Insel liegen und zwischen 5 und 55 Metern variieren.
Einer der Tauchplätze wurde sogar erst 2017 das erste Mal von Touristen betaucht – man findet dort 3 bemerkenswerte Höhlen, zwei in 21 m und eine, die von 12 bis in 30m Tiefe reicht.
Die in voller Pracht wuchernde Flora und Fauna ist an allen Tauchplätzen beeindruckend – man taucht über leuchtend Rote Gorgonien (Paramuricea Clavata) und schwebt über weite Seegrasfelder (Posidonia).
Allerdings ist es die Artenvielfalt der Meerestiere, die einem fast den Atem raubt.
Beim Tauchen wird man von Bernsteinmakrelen, Barracuda- und Schnapperschwärmen begleitet, man trifft auf Europäische Papageifische, Zackenbarsche (Epinephelidae), Goldene Zackenbarsche (Epinephelus costae) und kleingefleckte Katzenhaie (Scyliorhinus canicula).
Vor allem im Juli kann man Gewöhnliche Adlerrochen (Myliobatis aquila), sogar in Gruppen von 5 bis 15 Exemplare, beobachten.
Nirgendwo sonst im Mittelmeer ist diese Art so zahlreich vertreten. Diejenigen, die ganz genau hinsehen, erhaschen vielleicht sogar einen Blick auf den ein oder anderen Nacktkiemer (Nudibranchia).


Text: Carolina Leiter, Felician Hosp, Pia Balaka
Pic: Felician Hosp