Dieser kleine Kollege gehört nicht umsonst zu den Springkrebsen, das Springnen beherrscht er regelrecht olympisch.
Besonders an seinem Verhalten ist allerdings, dass er sich selbst im Inneren einer schützenden Höhle nochmals Felsspalten und Löcher sucht, in denen er sich verkriechen kann.
Wirklich schade, dass man diese Schönheit nur so selten zu Gesicht bekommt, oder versteckt er sich genau deshalb …

Am auffälligsten sind seine orange-rote Grundfarbe, seine blauvioletten Augenhöhlen und die leuchtend blaulila Querstreifen auf seinem Rücken.
Normalerweise werden sie nur bis zu 6 cm groß.
Ihr Hinterleib ist etwas verkürzt und ständig zum Bauch hin eingeschlagen, so dass er fast ein bisschen eiförmig aussieht.
Kraken, räuberische Fische
Der Blaustreifen-Springkrebs ist weder gefährlich noch giftig.

1. Blaulila Querstreifen
2. Kleine, lange Scheren
3. Rundliches Schwanzsegment
Diesen bunten Racker sieht man selten oberhalb der 30 m Marke.
Nur in den dunklen Stunden der Nacht wagt er sich in seichtere Gefilde und verläßt vorsichtig sein Versteck.
Gerade zu dieser Zeit kann man ihn gut beobachten, da er nicht sofort in seinen Unterschlupf zurück flüchten.
Auch seine Farben kommen Nachts unter einer Tauchlampe besonders gut zur Geltung und seine blauen Streifen beginnen regelrecht zu strahlen.
Er ernährt sich von Resten abgestorbener Tiere und Pflanzen (Detritus) und wird, auch dank der Ausscheidung derselben (Dünger), zu einem ganz wichtigen Teil des Ökosystems.
Mit seinen dritten Kieferfüßen fegt er wie mit einem Besen über den Boden, um Nahrung aufzunehmen.
Dann zieht er sie ein und kämmt mit seinen zweiten Kieferfüßen die dort hängengebliebenen restlichen Krümelchen seiner Mahlzeit herraus. Verschwendet wird nichts!



Text: Carolina Leiter, Felician Hosp
Pic: Felician Hosp, Sabine Probst
Illustration: Dive Dict