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Die Blaukrabbe steht an der Spitze der Schwimmkünstler. Ihr fünftes Beinpaar ist deshalb paddelartig abgeflacht. Ein Schwimmbein regelt das auf und ab Schwimmen, das undere das Vorankommen.

Lebensraum


Besondere Merkmale

Die Blaukrabbe steht an der Spitze der Schwimmkünstler. Ihr fünftes Beinpaar ist deshalb paddelartig abgeflacht. Ein Schwimmbein regelt das auf und ab Schwimmen, das undere das Vorankommen.

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Erscheinungsbild

Ihr Carapax ist olivgrün bis dunkelblau, die Enden ihrer Scheren leuchten in hellem blau. Bei den paarungsfähigen Weibchen sind ihre Scherenspitzen zusätzlich kräftig rot. 


Wie bei vielen Krabben ist auch beider Blaukrabbe eine Schere größer als die andere, also die große Knackschere und die kleinere Schneideschere. Dahinter finden sich drei Schreitbeinpaare  und dann noch ein paar Schwimmbeine. 


Charakteristisch für die Blaukrabbe ist auch die Form ihres Carapax, den der läuft nämlich an den Seiten spitz zu und entlang des Vorderrandes ist  er gerippt (sieht fast ein bisschen aus wie bei einem Rüschenrock). 9Den Carapax der Länge nach messend kann sie über 20 cm lang werden, eine ganz schöne Riesin unter den Krabben. 


An ihrer Körperunterseite verdeckt der harte Carapax bei den Weibchen mehr Fläche, da sie darunter die Eier beschützen können. 


Natürliche Feinde

Keine


Gefährlich/Giftig

Giftig ist die Blaukrabbe nicht, allerdings sind ihre Scheren spitz und kräftig und sie verhält sich oft aggressiv. 


Skizze

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1. Knackschere

2. Laufbeine

3. Spitz zulaufender Carapax

4. Stilaugen


Pro Tipps

Ihren lateinischen Namen kann man mit schöne oder herzhafte Schwimmer übersetzten und wer sie schwimmend sieht, der wird auch verzaubert sein von dem Anblick, wie sie sich mit eingezogenen Scheren und nur mit ihren Schwimmbeinchen durchs Wasser manövriert. 

 

Blaukrabben werden nur 3 - 4 Jahre alt, geschlechtsreif werden sie am Ende des ersten Lebensjahres. Während sie die Männchen mehrmals im Leben aus ihrer Schale wachsen, erleben die Weibchen nur einen Häutungsprozess, und das kurz bevor sie bereit dazu sind sich fortzupflanzen.

 

Genau auf diese Art Weibchen stehen die Blaukrabben-Männchen, sie suchen sich eines aus, befruchten sie nach dem abwerfen der alten Schale und begleiten sie auch noch während des restlichen Häutungsprozesses. Dabei sieht man sie oft als “Doppeldecker” herumlaufen oder -schwimmen: das Männchen trägt das Weibchen auf dem Rücken um sicherzugehen, dass kein anderer Kerl sein Weibchen besteigt. 
Danach kann das Weibchen 750.000 bis 3.200.000 Eier produzieren.

Die Blaukrabbe ist im Mittelmeer eine invasive, nicht-heimische Art, die ursprünglich aus der westlichen Atlantikküste stammt und durch menschliche Einleitungen wie Ballastwasser in neue Regionen gelangt ist.


Text: Carolina Leiter, Felician Hosp

Illustration: Dive Dict


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