In Anbetracht seiner Größe verfügt dieses Kerlchen über eine massive Filterkapazität.

Wie der Name schon sagt, trägt er eine orangefarbene bis ockergelbe Grundfärbung.
Er wird bis zu 20 cm groß, seine Auswüchse sind kurz und breit mit weiten, runden Ausströmöffnungen.
Seine Oberfläche sieht höckerig aus, fühlt sich aber glatt an und dank seinem massiven Sponginskelett hat er eine zähe und feste Konsistenz.
Fische, Schnecken
Der Orangefarbene Hornschwamm ist weder gefährlich noch giftig.

1. Ausströmöffnungen zum Wasser pumpen
2. Auswüchse sind kurz und breit
Diese Kerlchen breitet sich besonders gerne in den östlichen Mittelmeerregionen aus, vor allem auch auf Korallengrund.
Durch seine Ausströmöffnungen pumpt er Wasser ein und aus.
Dabei vernascht er die darin vorkommenden Bakterien und das Plankton und fungiert gleichzeitig als natürlicher Wasserfilter.
Er besitzt kein Verdauungssystem, vielmehr passiert die Verdauung intrazellulär. Alle “Abfälle” werden einfach durch die Ausströmöffnungen “ausgeatmet”.
Generell besitzt er keine Organe oder Gewebe sowie kein Nervensystem, seine Zellen erfüllen alle Funktionen auf vielseitige und unabhängige Weise.
Schwämme sind übrigens die einzigen Tiere ohne Nervensystem.
Er kann sich sowohl geschlechtlich als auch ungeschlechtlich fortpflanzen.
Seiner Super-Zellen sind in der Lage, ganze Exemplare seiner selbst zu replizieren.
Für die geschlechtliche Fortpflanzung geben Männchen und Weibchen ihre Gameten ins Wasser ab, die Befruchtung passiert zufällig und es entsteht ein Ei.
Daraus entwickelt sich eine Parenchymala-Larve, die sich an einer anderen Stelle absetzt und sich anfängt sessil zu entwickeln.
Insgesamt ist die Gattung Agelas in 36 verschiedene Arten unterteilt.
Alle Schwämme dieser Gattung produzieren Toxine und Antibiotika gegen Fressfeinde.
Aktuelle Forschungen versuchen eine pharmakologische Verwendung in der Humanmedizin zu finden.


Text: Carolina Leiter