Diese zarte Unterwasserschneeflocke ist eine wahre Anpassungskünstlerin.
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Die Zarte Feder-Weichkoralle ist eine auffällig unauffällige Weichkoralle, die kleine Kolonien auf Hartsubstraten bildet. Ihre schlauchförmigen Polypen wachsen von einer flachen, kaum sichtbaren Basis aus in alle Richtungen. Jeder Polyp trägt acht fein gefiederte Tentakel, die keine Pumpbewegungen ausführen.
Die Kolonien bleiben stets klein und bedecken nur wenige Quadratzentimeter. Im flachen, strömungsreichen Wasser wachsen sie gedrungen und kompakt – eine Anpassung an starke Turbulenzen. In tieferem, ruhigeren Wasser entfalten sich dagegen lange, filigrane Polypen. Ihre Länge nimmt mit abnehmender Wasserbewegung zu.
Diese Formvielfalt macht die Zarte Feder-Weichkoralle zu einem faszinierenden Beispiel für die Anpassungsfähigkeit sessiler Riffbewohner an wechselnde Umweltbedingungen.
Fische
Die Zarte Feder-Weichkoralle ist weder gefährlich noch giftig.

1. Schlauchförmige Polypen
Die Zarte Feder-Weichkoralle wächst bevorzugt im oberen Riffbereich, wo Licht und Wasserbewegung optimal sind. Als sehr erfolgreicher Sekundärsiedler besiedelt sie freie Flächen schnell – etwa nach Stürmen, Korallenbleiche oder anderen Störungen. Damit spielt sie eine wichtige Rolle in der frühen Wiederbesiedlung beschädigter Riffzonen.
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Text: Carolina Leiter
Pic: Felician Hosp
Illustration: Dive Dict