Die größte Rasenkorallenbank wächst in einem Salzwassersee auf der kroatischen Insel Mljet und erstreckt sich über unglaubliche 650 Quadratmeter.
Sie darf sich deshalb mit dem Titel “Größte Steinkoralle im Mittelmeer” schmücken.

Die Rasenkoralle bildet halbkugelförmige Kolonien, die unglaublich große Flächen überwuchern können.
Ihre Kelche sind winzig, ihr Durchmesser liegt bei 4-5 mm und sind mit parallel verlaufenden Längsrippen geschmückt.
Darauf thronen ihre Polypen, die durch ihre bräunlich-transparente Färbung nur beim genauen Hinsehen erkennbar sind.
Fische
Die Rasenkoralle ist weder gefährlich noch giftig.

1. Kelche mit Polypen
2. Skelett
Die Wuchsform der Rasenkoralle hängt von den vorherrschenden Wasserbewegungen ab. Somit wächst sie in ruhigen Gewässern und unterhalb von 15 m eher lockerer verzweigt, während sie an Stellen mit starken Strömungen oder in Brandungszonen rasenähnlich dicht wächst.
Übrigens hat die Rasenkoralle Gemeinsamkeiten mit Korallen in den Tropen. Nämlich beherbergt auch sie symbiotische Algen (Zooxanthella-Algen), die ihr einerseits ihre Farben verleihen, andererseits wird die Rasenkoralle dadurch zur einzigen kolonialen Steinkoralle, die im Mittelmeer potentiell zu Riffbildung fähig ist.
Die Kolonien entstehen durch die Ansiedelung von planktonartigen Larven, die daraus entstandenen Kolonien wachsen durch Knorpelbildung.

Text: Carolina Leiter
Pic: Felician Hosp, Sabine Probst
Illustration: Dive Dict