Die Gelbe Krustenanemone ist sozusagen ein Unikat, denn sie ist die einzige Art der Gattung Parazoanthus im Mittelmeer.

Die Gelbe Krustenanemone bildet dichte, auffällig goldgelbe bis orangefarbene Kolonien. Ihre hübschen Polypen werden maximal 4 cm lang und sind rund um die Mundöffnung mit zwei Kreisen Tentakeln geschmückt.
Fische
Die Gelbe Krustenanemone ist weder gefährlich noch giftig.

1. Polypen mit Tentakeln
Am liebsten hängt die Gelbe Krustenanemone auf vertikalen Felswänden, Überhängen oder an Höhleneingängen ab. Außerdem bevorzugt sie Gebiet mit stetiger Strömung, da so mehr Nahrungsangebot für sie herrscht.
Je mehr Nahrung zur Verfügung steht, desto eher sieht man sie mit zur voller Pracht entfalteten Polypen. Meistens geschieht das nachts, da sich im Dunklen mehr Plankton herumtreibt, dass sie fangen und verspeisen kann.
Generell lässt sich die gelbe Krustenanemone im Mittelmeer nicht ganz so häufig blicken, allerdings wenn dann findet man sie meistens auf Schwämmen der Gattung Axinella oder auch auf Seescheiden der Gattung Microcosmus.
Ihre Vermehrung kann geschlechtlich oder ungeschlechtlich passieren. Dabei bilden sie fadenförmige, nach unten hängende Ausläufer, die sich von der Mutterkolonie lösen und mit der Strömung so lange weitergetragen werden, bis sie sich irgendwo festsetzen und die Basis einer neuen Kolonie bilden.

Text: Carolina Leiter
Pic: Felician Hosp, Sabine Probst
Illustration: Dive Dict